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Wirtschaftsliberalismus: Österreich auf Platz 21

13.01.2011 - 12:29
"Bankensystem eines der besten der Welt"© APA (Archiv/dpa)"Bankensystem eines der besten der Welt"

Österreich belegt in der aktuellen Rangliste der liberalsten Volkswirtschaften den 21. Rang und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr neuerlich um einen Rang verbessert. Das Land habe zwar seine erste größere Rezession seit Anfang der 1980er Jahre hinter sich, aber die Konjunkturabkühlung sei nicht so stark gewesen wie in anderen entwickelten Volkswirtschaften, hieß es in der aktuellen Studie.

Die Studie wurde von der wirtschaftsliberalen US-Denkfabrik "Heritage Foundation" und dem "Wall Street Journal" erstellt. In einer bis 100 reichenden Skala erreicht Österreich im "2011 Index of Economic Freedom" 71,9 Punkte (+0,3) und liegt damit im europäischen Vergleich auf Rang 10, punktegleich mit Schweden. Knapp dahinter folgt Deutschland auf dem 23. Platz.

Spitzenreiter ist bereits zum 17. Mal in Folge Hongkong mit 89,7 Indexpunkten. Als "Free Economies", die mehr als 80 Punkte erreichen, werden von den Studienautoren neben Hongkong nur noch Singapur, Australien, Neuseeland, die Schweiz und Kanada eingestuft. Schlusslichter sind Nordkorea (1 Punkt), Simbabwe (22,1) und Kuba (27,7). Von den größten Volkswirtschaften der Welt haben es nur die USA (Rang 9) unter die Top 10 geschafft.

Österreich liegt, gemessen an der wirtschaftlichen Freiheit, deutlich über dem regionalen und dem weltweiten Durchschnitt, stellt die Studie der Heritage Foundation der Wirtschaftspolitik der Regierung in Wien ein gutes Zeugnis aus.

Kritisch sehen die Studienautoren die österreichischen Staatsausgaben, die im europäischen Vergleich hoch seien. Das österreichische Pensionssystem sei nicht gesichert, heißt es. Österreichs Bankensystem ist in den Augen der US-amerikanischen Beobachter eines der besten der Welt, die Korruption im Lande sei niedrig und das Arbeitsrecht relativ flexibel und für Unternehmen günstig. Nach wie vor hoch seien jedoch die Lohnnebenkosten, wird angemerkt.

Der "Index of Economic Freedom" basiert auf Daten von Juli 2009 bis Juni 2010. Die Rangliste vergleicht Kriterien wie beispielsweise Handelsfreiheit, Steuerbelastungen, Währungs- und Preispolitik, Korruption, politische Einflüsse oder Investitionsfreiheit.

(APA)

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