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Niedrigere Inflation im Dezember

16.01.2012 - 10:44
Basiseffekt bei Mineralölprodukten wirkte sich aus© APA (Neubauer)Basiseffekt bei Mineralölprodukten wirkte sich aus

Entspannung auf der Inflationsfront: Der Preisanstieg in Österreich hat sich im Dezember im Jahresabstand auf 3,2 Prozent verringert, nach noch 3,6 Prozent im November. Grund dafür ist der sogenannte Basiseffekt bei Mineralölprodukten und Nahrungsmitteln: Hält ein Anstieg mehr als 12 Monate an, schlägt er sich im VPI nur mehr schwächer nieder.

Im Gesamtjahr 2011 lag die Teuerungsrate im Schnitt bei 3,3 Prozent, wie die Statistik Austria am Montag mitteilte. Das ist der bisher höchste Wert in diesem Jahrtausend (2008: 3,2 Prozent). In den 1990er Jahren war die Inflation in Österreich nur 1993 mit 3,6 Prozent noch höher gewesen als 2011.

Trotz des dämpfenden "Basiseffekts" blieben Mineralölprodukte in Österreich im Dezember mit 14 Prozent Teuerungs-Schub im Jahresabstand der Hauptpreistreiber. Ohne sie hätte die Inflationsrate nur 2,6 statt 3,2 Prozent betragen. Weitere wichtige Preistreiber waren Ausgaben für Wohnen und Nahrungsmittel.

Die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser und Energie" zog mit durchschnittlich 3,7 Prozent Preisanstieg den VPI im Dezember im Jahresabstand um 0,68 Prozentpunkte nach oben. Ausschlaggebend waren dabei Teuerungen bei der Haushaltsenergie (+6,4 Prozent, u.a. Heizöl +17 Prozent, Gas +13 Prozent, aber Strom +/- Null). Die Wohnungs-Instandhaltung kam um 3,3 Prozent teurer, Wohnungsmieten stiegen um 4,0 Prozent.

Die Preisanstiege der Ausgabengruppe "Verkehr" (im Schnitt +4,5 Prozent bzw. +0,62 Prozentpunkte VPI-Plus) wurden überwiegend durch Sprit-Preise verursacht, die im Jahresabstand um 13 Prozent stiegen. Wartung und Reparaturen von Pkw kosteten um 4 Prozent mehr.

"Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" kamen im Dezember um 4,0 Prozent teurer als ein Jahr davor. Die Preisanstiege bei Nahrungsmitteln lagen dabei im Schnitt nur moderat (+3,5 Prozent) über der allgemeinen Inflationsrate.

Hauptpreistreiber im Monatsabstand war nach Angaben der Statistik Austria die Ausgabengruppe "Freizeit und Kultur" mit 1,7 Prozent Teuerung. Dazu trugen vor allem Pauschalreisen mit 9,4 Prozent Preisanstieg gegenüber dem Vormonat November bei.

(APA)

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