Die Oesterreichische Nationalbank hat in ihrem heute vorgelegten Finanzmarktstabilitätsbericht den Banken im Land empfohlen, Rentabilitätsschwächen zu beseitigen und mehr Kapital zu schaffen. Die OeNB sieht bei den Instituten weiterhin erhöhten Eigenmittelbedarf, zumal auch internationale Vergleiche nach wie vor eine unterdurchschnittliche Kapitalisierung der österreichischen Institute zeigten.
Auch die eigenständigen Ratings (ohne staatliche staatliche Unterstützung) der österreichischen Banken würden von einer besseren Kapitalausstattung positiv beeinflusst werden, schreibt die Notenbank.
Ein Risikofaktor für die privaten Haushalte in Österreich ist laut Notenbank weiterhin der hohe Fremdwährungskreditanteil bei Krediten. Obwohl währungsbereinigt rückläufig, sank ihr Anteil am gesamten Kreditvolumen nur wenig und betrug Ende des dritten Quartals 2011 immer noch fast 30 Prozent.
Entscheidend für die Finanzmarktstabilität ist die Entwicklung der europäischen Schuldenkrise. Sie erhöhte heuer nicht nur den Wertberichtigungsbedarf vieler Institute und belastete das Vertrauen, sondern trug bereits zur beginnenden Konjunkturabschwächung bei.
Eine Kreditklemme sieht die Notenbank nicht.
(APA)

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