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Inflation stieg im November wieder auf 3,6 Prozent

15.12.2011 - 12:39
Vor allem Mineralölprodukte wurden teurer© APA (Archiv/Rumpenhorst)Vor allem Mineralölprodukte wurden teurer

Die rasante Geldentwertung in Österreich hat nur kurz nachgelassen. Im November ist die Jahres-Inflationsrate nach heimischer Berechnung wieder - wie im September - auf 3,6 Prozent gestiegen, nachdem sie im Oktober auf 3,4 Prozent zurückgegangen war. Eine Entspannung bei der seit Februar durchgehend über drei Prozent liegenden Inflationsrate wird es voraussichtlich im Februar 2012 geben.

Für den starken Anstieg war die erneut zunehmende Preisdynamik bei Nahrungsmitteln und bei Mineralölprodukten - vor allem Heizöl - verantwortlich, erklärte die Statistik Austria am Donnerstag. Außerdem blieben im November die Preise für die Dienstleistungen der Nachrichtenübermittlung fast unverändert und hatten somit einen wesentlich geringeren inflationsdämpfenden Einfluss. Ohne die Teuerungen bei Mineralölprodukten (+19 Prozent) hätte die Inflationsrate im November lediglich 2,7 Prozent betragen.

Der typische wöchentliche Einkauf - der sogenannte Miniwarenkorb, der neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält -, verteuerte sich im November um 6,9 Prozent im Jahresabstand, im Oktober waren es 6,7 Prozent gewesen. Der Mikrowarenkorb, der vor allem Lebensmittel enthält und den täglichen Einkauf widerspiegelt, kam im November um 3,9 Prozent teurer, nach 3,4 Prozent im Oktober.

Im Monatsabstand erhöhte sich das Preisniveau in Österreich um 0,1 Prozent. Der Hauptpreistreiber war dabei die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser und Energie" mit durchschnittlich 0,4 Prozent Preisanstieg von Oktober auf November. Stärkster Preisdämpfer im Monatsabstand war der Bereich "Freizeit und Kultur" mit minus 1,4 Prozent. Dazu trugen überwiegend die Pauschalreisen bei, die - nebensaisonbedingt - im Monatsabstand um 8,4 Prozent billiger wurden.

Der für die Eurozone berechnete harmonisierte Preisindex Österreichs (HVPI) lag, wie im Monat davor, auch im November um 3,8 Prozent über Vorjahr. Die Teuerung für Pensionistenhaushalte (PIPH) wurde mit 3,8 (3,6) Prozent im Jahresabstand ermittelt, auch hier wurde wie beim VPI wieder der hohe September-Wert erreicht. In der gesamten EU betrug die Inflationsrate 3,4 Prozent.

(APA)

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