Quelle: ZAMG

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Inflation zog im August leicht auf 2,2 Prozent an

17.09.2018 - 11:07
Täglicher Einkauf verteuerte sich um 2,4 Prozent© APA (Symbolbild)Täglicher Einkauf verteuerte sich um 2,4 Prozent

Das Leben in Österreich ist wieder etwas teurer geworden. Die Inflation zog im August erneut an, und zwar auf 2,2 Prozent nach 2,1 Prozent im Juli. Stärkster Preistreiber waren einmal mehr die Spritpreise. Dieseltreibstoff verteuerte sich im Jahresabstand um rund 15 Prozent, Superbenzin um mehr als 12 Prozent. Heizöl zog im Schnitt um 24 Prozent an. Auch die Mieten wurden teurer.

Pkw, deren Preise im Juli noch um 1,4 Prozent zurückgingen, verbilligten sich im August (-0,3 Prozent) kaum mehr. Reparaturen privater Verkehrsmittel verteuerten sich um 3,2 Prozent.

Neben den Ausgaben für Verkehr mussten die Verbraucher in Österreich auch für Wohnung, Wasser und Energie im Schnitt um 2,3 Prozent mehr bezahlen, geht aus Berechnungen der Statistik Austria hervor. Wohnungsmieten verteuerten sich um 3,6 Prozent. Haushaltsenergie kostete im August um 3,2 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Auch andere Posten rund ums Wohnen wurden teuer: Die Ausgaben für die Instandhaltung von Wohnungen stiegen um 1,7 Prozent. Einrichtungsgegenstände und Bodenbeläge kosteten im Schnitt um 3,8 Prozent mehr als im August 2017.

Bei Nahrungsmitteln hat sich der Preisauftrieb etwas abgeschwächt, vor allem bei Milch, Käse und Eiern (August +0,8 Prozent, Juli +2,5 Prozent). Auch die Preise für Obst zeigten geringere Teuerungen (August +1,2 Prozent, Juli +3,3 Prozent), ebenso jene für Fleisch (August +1,1 Prozent, Juli +1,8 Prozent) und jene für Öle und Fette (August +3,8 Prozent, Juli +7,9 Prozent). Die Ausgaben für Brot und Getreideerzeugnisse stiegen um 1,7 Prozent, jene für Gemüse um 1,6 Prozent. Alkoholfreie Getränke kosteten um 1,7 Prozent mehr.

Der tägliche Einkauf verteuerte sich um 2,4 Prozent, der wöchentliche Einkauf stieg aufgrund höherer Spritpreise um 5,5 Prozent. Zeitungen wurden um 10 Prozent teurer, Butter um 6,7 Prozent, die Preise für Spezialbrot, Äpfel und Fruchtjoghurt zogen im Schnitt um über 4 Prozent an. Für Zigaretten musste man rund 6 Prozent mehr bezahlen. Besuche in Restaurants und Hotels verteuerten sich um 3,1 Prozent. Freizeit- und Kulturdienstleistungen wurden um 1,7 Prozent teuer.

Doch nicht alles wurde teurer. Guten Nachrichten gibt es für reisefreudige Österreicher. So kosteten etwa Städteflüge um mehr als ein Drittel (34,8 Prozent) weniger als vor einem Jahr, Flugpauschalreisen vergünstigten sich um 4,6 Prozent und Flugtickets um 3,6 Prozent. Günstiger wurden auch Gas (-5,7 Prozent), Telefon- und Telefaxdienste (-1,2 Prozent), Mobiltelefone (-5,2 Prozent) und Brillengläser (-10 Prozent). Im Supermarkt vergünstigten sich etwa tiefgekühlte Pizza (-3 Prozent), Kartoffeln (-2,2 Prozent) oder Schinken vom Schwein (-2,1 Prozent).

Hauptpreisdämpfer im Monatsabstand (August gegenüber Juli) waren die Ausgaben für Bekleidung und Schuhe, deren Preise aufgrund weitere Sommerschlussverkaufsangebote durchschnittlich um 2,1 Prozent zurückgingen.

Die jährliche Inflationsrate in der Eurozone hingegen ist im August 2018 bei 2,0 Prozent gelegen, ein Minus von 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ein Jahr zuvor hatte sie 1,5 Prozent betragen, gab Eurostat am Montag bekannt. Die jährliche Inflationsrate in der Europäischen Union lag im August 2018 bei 2,1 Prozent, gegenüber 2,2 Prozent im Juli. Ein Jahr zuvor hatte sie 1,7 Prozent betragen.

Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Dänemark (0,8 Prozent), Irland und Griechenland (je 0,9 Prozent) gemessen. Die höchsten jährlichen Raten wurden in Rumänien (4,7 Prozent), Bulgarien (3,7 Prozent), Estland (3,5 Prozent) und Ungarn (3,4 Prozent) verzeichnet. Gegenüber Juli 2018 ging die jährliche Inflationsrate in zwölf Mitgliedstaaten zurück, sie blieb in fünf unverändert und stieg in zehn an.

Im August 2018 kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Energie (+0,87 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Dienstleistungen (+0,59 Pp.), Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,48 Pp.) sowie Industriegütern ohne Energie (+0,09 Pp.).

(APA)

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