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Tirol kündigte mindestens 30 Blockabfertigungen für 2019 an

15.08.2018 - 14:58
Tirols Landeshauptmann Günther Platter im APA-Interview© APA (EXPA/JOHANN GRODER)Tirols Landeshauptmann Günther Platter im APA-Interview

Tirol wird im Kampf gegen den überbordenden Transitverkehr auch im Jahr 2019 unter anderem auf das Mittel der Lkw-Blockabfertigung setzen. Am Mittwoch wurde der "Dosierkalender" für das erste Halbjahr 2019 vorgestellt, der 17 Blockabfertigungs-Tage enthält. Insgesamt rechne er für das Gesamtjahr mit "mindestens 30 Blockabfertigungen", erklärte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP).

"Wir verzeichnen seit Jänner einen dramatischen Anstieg des Lkw-Transits - im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 13 Prozent. Aus diesem Grund werden wir auch weiterhin alle Maßnahmen ergreifen, um die Verkehrs- und Versorgungssicherheit für die Tiroler Bevölkerung zu sichern", sagte Platter nach der Sitzung der schwarz-grünen Landesregierung, die auch traditionell am "Hohen Frauentag", wie "Maria Himmelfahrt" in Tirol genannt wird, stattfindet. Die Lkw-Blockabfertigungen seien eine "Notmaßnahme, die wir weiter und aufgrund der Steigerung intensiver ergreifen werden", so der Landeshauptmann.

Der vorgestellte Dosierkalender sei auf Basis des heurigen Verkehrsaufkommens erstellt worden. "Die Erfahrung zeigt, dass an manchen Tagen der Verkehr unter den Prognosen blieb, dafür aber an anderen Tagen stärker als prognostiziert war. Aus diesem Grund wurde der Dosierkalender angepasst", meinte die für Verkehr zuständige Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe (Grüne). Deshalb werde der Lkw-Verkehr 2019 am jeweiligen Mittwoch nach Ostern und Christi Himmelfahrt sowie am Donnerstag vor Pfingsten dosiert.

Die Verkehrsexperten würden ein Plus von zehn Prozent an Lkw-Transit-Verkehr an diesen Tagen prognostizieren, ergänzte Platter. "Wir haben versprochen, die Blockabfertigungen besonders früh anzukündigen, damit sich die Wirtschaft darauf einstellen kann und die EU-Konformität, wie von der EU-Kommission bestätigt, einwandfrei gegeben ist", betonte der Landeschef und verwies gleichzeitig darauf, dass die Monate September, Oktober und November im Jahr 2017 die stärksten Tage mit Lkw-Verkehr gewesen seien.

Für die Festlegung der Dosiertage im zweiten Halbjahr 2019 wird noch die Evaluierung vom Herbst 2018 abgewartet, hieß es. Diese werde "verlässliche und ebenso fachlich nachvollziehbare Daten" liefern. Die bisher durchgeführten Blockabfertigungen hatten zu scharfer Kritik Deutschlands und Italiens sowie diverser Frächterverbände geführt.

(APA)

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