Quelle: ZAMG

Wirtschaftskolumne

Partner

PR Inside

Arbeitslosigkeit sank im Juli um 8,0 Prozent

01.08.2018 - 11:42
Weniger Personen müssen zum AMS© APAWeniger Personen müssen zum AMS

Die gute Wirtschaftsentwicklung lässt die Arbeitslosigkeit in Österreich weiter sinken. Ende Juli waren 282.583 Menschen als arbeitslos registriert, um 8,0 Prozent weniger als vor einem Jahr. Rechnet man Arbeitslose und Schulungsteilnehmer zusammen, waren 340.593 Personen (-29.793) ohne Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition sank um 0,7 Prozentpunkte auf 6,9 Prozent.

Die Zahl der Schulungsteilnehmer beim Arbeitsmarktservice (AMS) ging um 8,2 Prozent auf 58.010 Personen zurück. Das geht aus den aktuellen Daten des AMS hervor.

Das starke heimische Wirtschaftswachstum lässt auch die Anzahl der offenen Stellen kräftig wachsen: Die Zahl der gemeldeten sofort verfügbaren Stellen erhöhte sich im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 21,6 Prozent auf 79.099. Die Anzahl der unselbstständig Beschäftigten stieg laut einer vorläufigen Schätzung um 85.000 Personen (+2,3 Prozent) auf 3,825 Millionen.

AMS-Vorstand Johannes Kopf hob am Mittwoch den starken Anstieg der Beschäftigung im Juli hervor. "Bei dem erfreulichen Beschäftigungswachstum von rund 85.000 Personen und damit einer Gesamtzahl von etwa 3,825 Mio. unselbstständig Beschäftigten ist zu vermuten, dass wohl noch nie so viele Menschen in Österreich über die Hitze am Arbeitsplatz stöhnen konnten wie heuer", sagte Kopf.

Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition sank in Österreich um 0,7 Prozentpunkte auf 6,9 Prozent, die von Eurostat berechnete Quote beträgt 4,7 Prozent, womit Österreich deutlich besser liegt als der EU-Durchschnitt von 6,9 Prozent. Zum Vergleich: In Tschechien herrscht mit einer Arbeitslosenquote von 2,4 Prozent praktisch Vollbeschäftigung, in Deutschland beträgt sie 3,4 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit sinkt in allen Bundesländern, mit Abstand am stärksten aber in Tirol, wo die Anzahl der Menschen ohne Arbeit um 17,5 Prozent auf knapp 13.700 gesunken ist. Überdurchschnittlich stark war der Rückgang auch in der Steiermark (-11,7 Prozent), in Oberösterreich (-10,4 Prozent), Kärnten (-9,6 Prozent), im Burgenland (-9,3 Prozent) und in Niederösterreich (-9,2 Prozent). In Wien (-5,0 Prozent), Salzburg (-4,8 Prozent) und Vorarlberg (-3,2 Prozent) war der Rückgang der Arbeitslosigkeit weniger stark.

"Die unterschiedlichen Arbeitslosenquoten nach Bundesländern zeigen höchst unterschiedliche Chancen für Arbeitssuchende in Österreich", sagte Kopf. "So liegt die noch vorläufige Arbeitslosenquote in Tirol aktuell bei 3,3 Prozent, in Wien hingegen bei 11,8 Prozent, aber auch innerhalb der Bundesländer zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Regionen."

Nach Personengruppen betrachtet haben junge, männliche Inländer von der Entspannung am Arbeitsmarkt am meisten profitiert. Bei den Männern ging die Anzahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer um 9,9 Prozent auf 178.244 zurück, bei den Frauen nur um 6,0 Prozent auf 162.349.

Anhaltend hoch ist die Arbeitslosigkeit unter Ausländern - sie machen etwa ein Drittel aller Arbeitslosen aus und ihre Lage am Arbeitsmarkt verbessert sich nur langsam: Während die Arbeitslosigkeit bei Inländern im Jahresabstand um 10,4 Prozent gesunken ist, betrug der Rückgang bei Ausländern nur 2,6 Prozent.

Auch junge Menschen haben es nun leichter, einen neuen Job zu finden: Im Juli waren 56.112 Jugendliche (unter 25 Jahre) ohne Job, ein Rückgang um 8,2 Prozent. Bei den Menschen im Haupterwerbsalter betrug der Rückgang 9,3 Prozent, bei Menschen über 50 nur 5,3 Prozent. Österreich gehört zu den Ländern mit vergleichsweise niedriger Jugendarbeitslosigkeit (10,0 Prozent nach Eurostat-Berechnung). Die Anzahl der sofort verfügbaren offenen Lehrstellen ist um 13,6 Prozent auf 5.105 gestiegen.

Die Baubranche hat von der guten Wirtschaftsentwicklung besonders profitiert, hier ist die Anzahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer um 14,3 Prozent auf 17.636 zurückgegangen. Bei der Herstellung von Waren betrug der Rückgang 11,8 Prozent, bei der Beherbergung und Gastronomie 10,7 Prozent und im Gesundheits- und Sozialwesen (-10,3 Prozent).

(APA)

Home
Politik
Chronik
Wirtschaft
Sport
Kultur
Society
Life
Reise
Motor
Hightech