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Wunsch der Österreicher nach Immobilieneigentum wird größer

24.07.2018 - 16:50
Kitzbühel ist aktuell das teuerste Pflaster des Landes© APAKitzbühel ist aktuell das teuerste Pflaster des Landes

Immer mehr Österreicher wünschen sich Immobilieneigentum, in erster Linie Eigentumswohnungen oder Häuser. Dabei wird die Vorsorge für das Alter immer ausschlaggebender für die Entscheidung für das Eigentum, wie eine am Dienstag veröffentlichte Onlineumfrage der Internetplattformen sReal und Wohnnet zeigt. Das Preisgefälle zwischen Westen und Osten ist indes unverändert hoch.

Die Umfrage wird seit 2012 auf den Immobilien-Plattformen sreal.at und wohnnet.at durchgeführt. Im Untersuchungszeitraum von März bis Juli diesen Jahres wurden 2.434 User der Plattformen zu ihren Wohnbedürfnissen befragt. Der Wunsch nach Immobilieneigentum ist der Umfrage zufolge mittlerweile stetig steigend.

Heuer gaben rund 67 Prozent der Befragten an, Eigentum statt Miete zu suchen. In den zwei Jahren zuvor waren es noch rund 62 bzw. 53 Prozent. Die Mehrheit wünscht sich vor allem Eigentumswohnungen (30 Prozent) oder Häuser (26 Prozent), elf Prozent suchen Grundstücke. Vor allem die Vorsorge für das Alter wird bei den Befragten immer ausschlaggebender für die Entscheidung zum Eigentum. 20 Prozent gaben an, sich aus diesem Grund Immobilieneigentum zu suchen. Dagegen spielen monetäre Gründe wie die Hoffnung auf künftige Wertsteigerungen, eine immer untergeordnetere Rolle. sReal-Chef Michael Pisecky sieht die Eigentumsanschaffung als "Grundlage" jeder Eigenversorgung. Die derzeit günstigen Kredite würden Immobilienkäufe durchaus sinnvoll machen, erklärte er.

Interessant sei vor allem die Tatsache, dass rund 35 Prozent der Befragten angaben, sich aufgrund von Platzmangel - vor allem wegen Familienzuwachses - eine neue Wohnung zu suchen, so Pisecky. Seiner Meinung nach könne das durchaus auf einen derzeit stattfindenden Geburtenrekord in Österreich hindeuten.

Die "Stadtflucht" der letzten Jahre ist laut der Umfrage heuer zu einem Ende gekommen. Wollten 2016 noch 53 Prozent lieber am Land als in der Stadt wohnen, tun dies 2018 nur rund 42 Prozent. Die Bundeshauptstadt ist für 39 Prozent der liebste Wohnort. Trotzdem bleibt laut Pisecky das Land weiterhin interessant. Neue und flexible Arbeitsformen würden das "Leben am Land" begünstigen, da man beispielsweise nicht mehr pendeln müsse und von zuhause aus arbeiten könne, sagte er.

Wer Wohnung oder Haus sein Eigen nennen will, muss derzeit besonders im Westen Österreichs tief in die Tasche greifen: Acht der zehn teuersten Bezirke Österreichs liegen in Tirol bzw. Vorarlberg. Am günstigsten kommen die eigenen vier Wände in Niederösterreich und dem Burgenland. Wien liegt auf dem fünften Platz, die Preise ziehen dort aber weiter an, so das Immobilienportal immowelt.at am Dienstag.

Das teuerste Pflaster für Wohneigentum ist demnach Kitzbühel, wo pro Quadratmeter im Median 5.780 Euro fällig werden. Auf Platz zwei der kostspieligsten politischen Bezirke landet Innsbruck mit 5.050 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Salzburg mit 4.740 Euro. In Dornbirn schlagen die Quadratmeterpreise von Eigentumswohnungen und Häusern mit 4.320 Euro zu Buche. Basis für die Daten waren die bei immowelt.at im ersten Halbjahr 2018 gelisteten Wohnungen und Häuser. Die Preise geben den Median (die Hälfte teurer, die Hälfte billiger) der angebotenen Immobilien wieder.

In der Bundeshauptstadt Wien muss man demnach pro Quadratmeter im Mittel 4.250 Euro hinlegen, wobei es je nach Lage der Immobilie natürlich große Preisunterschiede gibt. "Doch selbst in den Außenbezirken drehen sich immer mehr Kräne, um der gestiegenen Nachfrage auf Dauer gerecht zu werden. Die entstehenden Neubauten, die auf den Markt drängen, sorgen allmählich für steigende Preise", schreibt das Immobilienportal.

Deutlich weniger gesalzen sind die Preise in Bezirken, die an Tschechien oder Ungarn grenzen, heißt es weiter. Am erschwinglichsten ist Gmünd, wo Immokäufer nur 830 Euro pro Quadratmeter zahlen. Eine Okkasion im Vergleich zu den Preisen im Westen Österreichs sind auch Horn (920 Euro), Oberwart (1.080 Euro) und Hollabrunn (1.090 Euro).

(APA)

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