Quelle: ZAMG

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Wohnen und Nahrungsmittel erneut Preistreiber im März

18.04.2018 - 10:51
Der Bau kann hält nicht Schritt - Wohnungspreise steigen stetig an© KEYSTONEDer Bau kann hält nicht Schritt - Wohnungspreise steigen stetig an

Die Kosten fürs Wohnen sowie teurere Lebensmittel sind im März 2018 erneut die Preistreiber gewesen. Die Teuerungsrate stieg in Österreich im Jahresabstand auf 1,9 Prozent, im Vormonat Februar hatte sie 1,8 Prozent betragen. Als preisdämpfend erwiesen sich billigere Pauschalreisen, wie die Statistik Austria am Mittwoch erklärte. Deutlich teurer wurde der tägliche Einkauf, nämlich um 4,3 Prozent.

Ohne Wohnung, Wasser, Energie sowie Restaurants und Hotels hätte die Inflation nicht 1,9 Prozent, sondern lediglich 1,1 Prozent betragen, so die Statistikbehörde. Insbesondere höhere Mieten (+4,1%) trieben die Wohnkosten. Die Ausgaben für Wohnung, Wasser und Energie legten insgesamt um durchschnittlich 2,0 Prozent zu.

Die Ausgaben für Haushaltsenergie erhöhten sich dabei laut Statistik nur moderat (+0,4%), weil niedrigere Gaspreise (-5,9%) die höheren Kosten für feste Brennstoffe (+5,7%) und Heizöl (+3,1%) nahezu ausglichen. Die Strompreise sanken um 0,2 Prozent, jene für Fernwärme stiegen um 1,6 Prozent.

Restaurants und Hotels kamen um 3,2 Prozent teurer. Die Ausgaben für Verkehr erhöhten sich dagegen durchschnittlich nur um 1,4 Prozent, weil der Preisanstieg bei Sprit im Jahresabstand nur noch 0,5 Prozent ausmachte. Flugtickets wurden hingegen um 8,3 Prozent teurer.

Binnen Monatsfrist - von Februar auf März - legte das Preisniveau in Österreich um 0,6 Prozent zu. Der für europäische Vergleiche berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) Österreichs lag im März um 2,1 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert.

Der typische tägliche Einkauf (Mikrowarenkorb) kam im März um 4,3 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, im Februar hatte der Preisauftrieb im Jahresabstand 3,3 Prozent betragen, 2017 war er auf den Höchststand von 5,8 Prozent im November hochgeschnellt. Für den Miniwarenkorb für wöchentliche Einkäufe ermittelte die Statistik Austria eine Teuerungsrate von 3,2 Prozent, nach 3,0 Prozent im Februar.

Der tägliche Einkauf beinhaltet überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen oder den Kaffee im Kaffeehaus. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke kosteten im März im Schnitt 1,8 Prozent mehr als ein Jahr davor. Für Milch, Käse und Eier stiegen die Preise um 4,7 Prozent, für Öle und Fette um insgesamt 12,1 Prozent, darunter Butter, die um 23,9 Prozent binnen eines Jahres teurer wurde.

Die Preise für Fleisch erhöhten sich um 1,8 Prozent, wobei das Schweinsschnitzel, das um 20,5 Prozent mehr kostete, heraus sticht. Die Preise für Brot und Getreideerzeugnisse stiegen im Schnitt um 1,5 Prozent, jene für Obst um 0,3 Prozent, für Gemüse sanken sie um 2,6 Prozent. Alkoholfreie Getränke verteuerten sich um 1,4 Prozent.

Freizeit und Kultur kam den Österreichern im März kaum teurer. Der Preisanstieg betrug in diesem Bereich lediglich 0,4 Prozent, da die deutlich billigeren Pauschalreisen (insgesamt minus 11,7 Prozent) sich erneut als starker Preisdämpfer erwiesen. Freizeit- und Kulturdienstleistungen kosteten hingegen um durchschnittlich 2,3 Prozent mehr.

Zeitungen, Bücher und Schreibwaren kosteten um 6,2 Prozent mehr und Geräte für Audiovision, Fotografie und Datenverarbeitung um 4,3 Prozent. Die Ausgaben für Restaurants und Hotels stiegen um durchschnittlich 3,1 Prozent. Ausschlaggebend dafür waren fast ausschließlich höhere Kosten für Bewirtungsdienstleistungen von 3,2 Prozent.

Im Monatsabstand - von Februar auf März - stieg das Preisniveau in Österreich um 0,6 Prozent. Als Hauptpreistreiber erwiesen sich Ausgaben für Bekleidung und Schuhe (durchschnittlich plus 12,8 Prozent). Hauptverantwortlich dafür war der Wechsel auf die aktuellen Frühjahrs- und Sommerkollektionen, die nahezu alle Winterschlussverkaufswaren ersetzten, wie die Statistik Austria erklärte. Bekleidungsartikel verteuerten sich daher gegenüber Februar 2018 insgesamt um 15,5 Prozent, Schuhe um 7,4 Prozent. Preisdämpfend waren die Ausgaben für Verkehr (minus 0,4 Prozent), dank billigerer Treibstoffe (minus 1,5 Prozent).

(APA)

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