Quelle: ZAMG

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Inflation blieb in Österreich im Februar bei 1,8 Prozent

16.03.2018 - 11:18
Wohnen, Wasser und Energie als Hauptpreistreiber© APAWohnen, Wasser und Energie als Hauptpreistreiber

Im Februar haben sich die Ausgaben für Wohnen, Wasser und Energie als Hauptpreistreiber in Österreich erwiesen, sodass die Inflationsrate im Februar wie schon im Jänner auf 1,8 Prozent zu liegen kam. Teurer wurden auch Restaurants und Hotels. Dagegen gingen die Kosten für Nachrichtenübermittlung zurück, teilte die Statistik Austria am Freitag mit.

Die Ausgaben für Wohnung, Wasser und Energie stiegen im Jahresvergleich um durchschnittlich 2,0 Prozent. Wichtigster Preistreiber in dieser Gruppe war die Wohnungsmiete, die um 4,1 Prozent über dem Vorjahr lag.

Die Preise für Restaurants und Hotels stiegen um durchschnittlich 3,0 Prozent, was fast ausschließlich auf teurere Bewirtungsleistungen zurückzuführen ist. Die Preise im Bereich Verkehr legten um durchschnittlich 1,1 Prozent zu. Hier waren Reparaturen und Treibstoffpreise die Hauptpreistreiber.

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich im Februar nur moderat um 1,2 Prozent, was hauptsächlich an den Nahrungsmitteln lag. Billigere Pauschalreisen dämpften den Preisanstieg im Bereich Freizeit und Kultur - die Teuerungsrate lag im Februar nur bei 0,5 Prozent.

Dagegen gingen die Preise im Bereich Nachrichtenübermittlung um 3,4 Prozent zurück. Ausschlaggebend dafür waren billigere Telefon- und Telefaxdienste. Im Monatsvergleich stiegen die Preise gegenüber Jänner um 0,3 Prozent.

Der für europäische Vergleiche berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) Österreichs lag im Februar wie schon im Jänner um 1,9 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert. Die Inflationsrate im Euroraum sank im Februar im Jahresabstand auf 1,1 Prozent - gegenüber 1,3 Prozent im Jänner. Die gesamte EU verzeichnete im Februar einen Rückgang auf 1,3 Prozent gegenüber 1,6 Prozent im Jänner, wie Eurostat am Freitag mitteilte.

Die im Mikrowarenkorb enthaltenen Produkte des täglichen Einkaufes verteuerten sich im Februar im Jahresvergleich um 3,3 Prozent. Im Jänner waren es 4,5 Prozent. Butter verteuerte sich um 20,7 Prozent, Zeitungen wurden um 9,8 Prozent teurer. Tomaten verbilligten sich dagegen um 15 Prozent. Der wöchentliche Einkauf (Miniwarenkorb) kam um 3,0 Prozent teurer, hat die Statistik Austria berechnet.

Die wichtigsten Preistreiber gegenüber dem Vorjahr waren im Februar neben Butter die Wohnungsmieten, die im Schnitt um 4,1 Prozent anzogen, und die Zigarettenpreise, die um 7,8 Prozent stiegen. Weiters trugen um 1,6 Prozent höherer Betriebskosten für Mietwohnungen und um 7,3 Prozent höhere Preise für Schlafzimmermöbel wesentlich zur Februar-Teuerung bei.

Preisdämpfend wirkten sich dagegen vor allem um 7,5 Prozent günstigere Flugpauschalreisen und um 12,9 Prozent billigere Buspauschalreisen im Ausland aus. Haushaltsenergie erwies sich mit -0,1 Prozent nahezu preisstabil, da höhere Preise für feste Brennstoffe (+5,1 Prozent) die niedrigeren Gaspreise (-5,9 Prozent) beinahe kompensierten.

(APA)

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