Quelle: ZAMG

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Regionale Arbeitslosigkeit: Höchstwerte für Wien und Spittal

21.01.2018 - 08:39
Generell positiver Trend, aber große regionale Unterschiede© APAGenerell positiver Trend, aber große regionale Unterschiede

Eine sehr ungleiche Betroffenheit durch Arbeitslosigkeit innerhalb Österreichs zeigen die regionalen Arbeitslosenquoten 2017: Während Wien und Spittal an der Drau mit 13,0 und 11,3 Prozent zweistellige Quoten aufweisen, lag im AMS-Bezirk Rohrbach (OÖ) die Quote nur bei 3,0 Prozent. Trotz derzeitiger Hochkonjunktur gibt es zahlreiche Gebiete, in denen der Aufschwung nicht am Arbeitsmarkt ankommt.

Der Trend am Arbeitsmarkt richtet sich allerdings schon nach der Konjunkturlage: In fast allen Bezirken ist im Vorjahr die Arbeitslosigkeit zurückgegangen. Die teilweise großen Unterschiede blieben jedoch bestehen.

Bei Betrachtung der Österreich-Karte mit den je nach Quote verschieden eingefärbten AMS-Bezirken ergibt sich ein Muster: Im Westen bis nach Salzburg und in Teilen Oberösterreichs herrscht relativ niedrige Arbeitslosigkeit, in Wien, im südlichen Niederösterreich und in Ober- und Südkärnten gibt es hohe Arbeitslosenquoten.

Im Schnitt von ganz Österreich betrug die Arbeitslosenquote im vergangenen Jahr 8,5 Prozent. Fünf Bundesländer weisen weniger Arbeitslosigkeit als im Österreich-Durchschnitt auf: Am niedrigsten ist sie in Salzburg (5,3 Prozent), Tirol und Vorarlberg sowie Oberösterreich (je 5,8 Prozent) und der Steiermark (7,3 Prozent). Höher liegt die Quote im Burgenland (8,6 Prozent), in Niederösterreich (8,7 Prozent), in Kärnten (10,2 Prozent) und der Bundeshauptstadt Wien mit 13,0 Prozent).

Im Vergleich der Landeshauptstädte ist "Arbeitsmarkt-Kaiser" die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck (5,7 Prozent), vor Salzburg (5,9 Prozent) und Bregenz (6,2 Prozent). Auf den weiteren Plätzen liegen Eisenstadt (6,6 Prozent), der AMS-Bezirk Linz neu (7,9 Prozent), St. Pölten (8,8 Prozent), Graz (9,2 Prozent) und Klagenfurt (10,6 Prozent).

Zweistellige Quoten gab es im Jahresschnitt 2017 nur in AMS-Bezirken in Niederösterreich und Kärnten bzw. in Wien, und zwar im Bezirk Baden neu (10,2 Prozent), Völkermarkt (10,4 Prozent), Klagenfurt (10,6 Prozent), Wiener Neustadt (11,0 Prozent), Villach (11,1 Prozent) und eben Spittal an der Drau (11,3 Prozent). Die höchste Quote hat mit 13,0 Prozent die Bundeshauptstadt Wien.

Quoten unter 5 Prozent finden sich in Melk und Gleisdorf (je 4,8 Prozent), Ried im Innkreis, Kirchdorf an der Krems, Hallein und Reutte (je 4,7 Prozent), Grieskirchen und Weiz (je 4,4 Prozent), Waidhofen an der Ybbs sowie Scheibbs (je 4,3 Prozent), Freistadt (4,2 Prozent), Perg (4,1 Prozent) und Eferding (3,6 Prozent). Rohrbach mit 3,0 Prozent Quote ist der am wenigsten von Arbeitslosigkeit betroffene Bezirk Österreichs.

Die Daten stützen sich auf die vom Arbeitsmarktservice (AMS) ermittelten Arbeitslosenquoten ohne Schulungsteilnehmer. Die hier aufgeführten Arbeitsmarktbezirke stimmen nicht unbedingt mit den politischen Bezirken überein. Die Quote wird vom Arbeitsmarktservice (AMS) nach nationaler Berechnung ermittelt.

(APA)

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