Quelle: ZAMG

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Inflation sank im Oktober leicht auf 2,2 Prozent

16.11.2017 - 11:31
Butter verteuerte sich massiv© APA (Symbolbild)Butter verteuerte sich massiv

Wegen eines geringeren Preisauftriebs bei Sprit und Flugtickets ins Ausland ist die Teuerungsrate in Österreich im Oktober auf 2,2 Prozent zurückgegangen. Im September hatte sie noch 2,4 Prozent betragen. Ohne die maßgeblichen Preistreiber Wohnen, Wasser, Energie sowie Nahrungsmittel hätte die Inflation im Oktober nur 1,5 Prozent betragen, erklärte die Statistik Austria am Donnerstag.

Wohnen, Wasser und Energie verteuerten sich im Jahresabstand im Schnitt um 1,9 Prozent. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke kosteten um 3,2 Prozent mehr als ein Jahr davor. Dies lag hauptsächlich an den Nahrungsmitteln, die um insgesamt 3,4 Prozent kostspieliger wurden - Butter zum Beispiel verteuerte sich um sagenhafte 42,5 Prozent, Käse und Eier zusammen um 6,1 Prozent. Die Preise für Freizeit und Kultur erhöhten sich um 3,3 Prozent, für Restaurants und Hotels um 2,9 Prozent und für Verkehr um 1,7 Prozent.

Zum 1,9-prozentigen Preisschub für Wohnung, Wasser, Energie trugen laut Statistik Austria vor allem die Wohnungsmieten bei, die im Oktober um 4,5 Prozent über Vorjahresniveau lagen. Die Instandhaltung von Wohnungen kostete im Schnitt um 2,0 Prozent mehr, Haushaltsenergie verbilligte sich dagegen um 0,9 Prozent, dank um 5,2 Prozent niedrigerer Stromkosten. Sprit kostete um 3,3 Prozent mehr.

Die Nachrichtenübermittlung wurde im Schnitt 3,1 Prozent günstiger, Grund waren die zusammen um 3,2 Prozent billigeren Telefon- und Telefaxdienste.

Der Spritpreis-Anstieg im Jahresabstand bremste sich von September auf Oktober von 5,1 auf 3,3 Prozent ab, die Preise für Verkehr in Summe lagen um 1,7 Prozent höher. Flugtickets ins Ausland kosteten 9,4 Prozent mehr (nach +16,9 Prozent im September).

Hauptpreistreiber im Monatsabstand - von September auf Oktober - waren Ausgaben für Bekleidung und Schuhe, die sich im Schnitt um 1,9 Prozent verteuerten. Ursache war der mittlerweile vollständige Umstieg auf die neuen Herbst- und Winterkollektionen. Bekleidung verteuerte sich um 2,3 Prozent, Schuhe um 1,0 Prozent.

Die Teuerung sowohl beim typischen täglichen als auch wöchentlichen Einkauf lag im September im Jahresabstand deutlich höher als der Anstieg des VPI insgesamt. Der Mikrowarenkorb mit überwiegend Nahrungsmitteln, aber auch Tageszeitungen und Kaffee im Kaffeehaus, verteuerte sich um 5,7 Prozent. Der Miniwarenkorb, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und außer Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Sprit enthält, verteuerte sich im Jahresabstand um 3,4 Prozent, der Verbraucherpreisindex insgesamt legte um 2,2 Prozent zu.

Österreich liegt bei der Inflationsrate indes weiter deutlich über dem EU-Durchschnitt. Die Quote ist die sechsthöchste Inflationsrate der EU. Der EU-Durchschnitt lag im Oktober bei 1,7 Prozent. Am stärksten stiegen die Preise in Litauen (4,2 Prozent). Den geringsten Wert verzeichnete erneut Zypern (0,4 Prozent). Die Eurozone kam auf eine Teuerung von 1,4 Prozent.

(APA)

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