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BIP auch im 3. Quartal 0,8 Prozent höher

31.10.2017 - 11:38
Österreichs Wirtschaft hält ihr Wachstumstempo© APA (dpa)Österreichs Wirtschaft hält ihr Wachstumstempo

Österreichs Wirtschaft hat im dritten Quartal ihr Wachstumstempo gehalten. Von Juli bis September legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem vorhergehenden Vierteljahr erneut real um 0,8 Prozent zu. Im Jahresabstand stieg das BIP um 2,6 Prozent, nach 2,8 Prozent im zweiten Quartal, teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) am Dienstag mit.

Die starke konjunkturelle Dynamik setzte sich damit weiter fort, erklärte das Wifo zu seiner Schnellschätzung. Saison- und arbeitstagbereinigt, also nach Eurostat-Kriterien, wuchs das BIP im Quartalsabstand um 0,6 (nach 0,7) Prozent.

"Der Aufschwung steht auf breiter Basis", so die Fachleute des Instituts. Sowohl die Binnennachfrage als auch die Außenwirtschaft würden zum starken Wachstum beitragen. Die Konsumnachfrage der privaten Haushalte habe sich erneut als stabile Wachstumsstütze erwiesen. Die private Konsum sei im dritten Quartal gegenüber dem vorhergehenden Vierteljahr um 0,4 Prozent expandiert (nach +0,3 Prozent im zweiten Quartal), ebenso stark wie die öffentlichen Konsumausgaben (die davor nur um 0,2 Prozent zugelegt hatte).

Auch die Ausweitung der Investitionen stützte laut Wifo erneut das Wirtschaftswachstum. Die Nachfrage nach Bruttoanlageinvestitionen (Ausrüstungs- und Bauinvestitionen) stieg um 0,7 Prozent (nach +1,3 Prozent im zweiten Quartal).

Wie schon im gesamten Jahr 2017 trug auch der Außenhandel positiv zum Wachstum bei, obwohl sich die Dynamik zuletzt leicht abschwächte. Ex- und Importe expandierten im dritten Quartal langsamer (um je 0,8 Prozent, nach 1,3 Prozent im Vorquartal).

Die Industriekonjunktur beschleunigte dagegen das Wachstumstempo im dritten Quartal deutlich: Die Wertschöpfung der Sachgüterproduktion stieg gegenüber dem vorhergehenden Vierteljahr um 2,3 Prozent (nach einem Plus von 1,8 Prozent im zweiten Quartal) und erreichte damit das höchste Wachstum seit dem Jahr 2010.

Die Bauwirtschaft verzeichnete im dritten Quartal erneut Zuwächse, auch hier aber weniger dynamisch (+0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal, nach +0,7 Prozent im zweiten Quartal). Ebenfalls positive Beiträge kamen von den Marktdienstleistungen. Die Wertschöpfung im Handel stieg um 0,8 Prozent, in der Beherbergung und Gastronomie um 0,5 Prozent.

Die Wirtschaftsleistung in der EU und in der Eurozone hat sich unterdessen im dritten Quartal 2017 weiter verbessert. Das BIP stieg nach einer Schnellschätzung von Eurostat vom Dienstag um jeweils 0,6 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal des Jahres. Allerdings ist die Steigerung nicht ganz so hoch wie vom ersten auf das zweite Quartal 2017 mit jeweils 0,7 Prozent.

Im Jahresabstand - drittes Quartal 2016 zu drittem Quartal 2017 - betrug der Anstieg der Wirtschaftsleistung in beiden Gebieten je 2,5 Prozent. Das ist mehr als im Jahresabstand der zweiten Quartale - da kam die EU auf ein Plus von 2,4 Prozent, die Währungsunion auf eine Zunahme um 2,3 Prozent.

(APA)

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