Quelle: ZAMG

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Sprit-Preisschub erhöhte Inflationsrate im August auf 2,1 %

18.09.2017 - 11:03
Die Treibstoffpreise wurden um vier Prozent teuerer© APADie Treibstoffpreise wurden um vier Prozent teuerer

Eine Verteuerung der Treibstoffpreise um vier Prozent im Jahresabstand hat im August die Inflationsrate in Österreich von 2,0 auf 2,1 Prozent erhöht. Doch auch die mehr als drei Prozent kostspieligeren Ausgaben für Freizeit und Kultur trieben die Teuerung an. So kosteten etwa Pauschalreisen fast fünf Prozent mehr, gab die Statistik Austria am Montag bekannt.

Restaurants und Hotels sowie Bewirtungsdienstleistungen kamen um rund drei Prozent teurer als ein Jahr davor, die Wohnungsmieten legten um über vier Prozent zu, Haushaltsenergie verbilligte sich dagegen um fast eineinhalb Prozent.

Unter den gut zweieinhalb Prozent teureren Nahrungsmitteln sticht ein exorbitanter Butterpreis-Anstieg um mehr als 38 Prozent innerhalb von zwölf Monaten hervor. Der für die Eurozone errechnete Harmonisierte VPI legte im Jahresabstand ebenfalls um 2,1 (nach 2,0) Prozent zu.

Im Monatsabstand, von Juli auf August, verringerte sich das Preisniveau in Österreich nach heimischer Berechnung um 0,1 Prozent, Grund waren etwa saisonbedingt günstigere Pauschalreisen.

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im August 2017 bei 1,5 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte höher als im Juli des Jahres. In der Europäischen Union wurde mit 1,7 Prozent eine höhere Preissteigerung registriert, auch hier gab es ein Plus von 0,2 Prozentpunkten gegenüber Juli.

Spitzenreiter waren die drei baltischen Staaten. Litauen kam auf ein Plus von 4,6 Prozent, vor Estland (4,2 Prozent) und Lettland (3,2 Prozent). Die niedrigsten Erhöhungen gab es in Irland (0,4 Prozent), Zypern (0,5 Prozent) sowie Griechenland und Rumänien (je 0,6 Prozent).

Der stärkste Aufwärtsimpuls für die jährliche Inflation im Euroraum kam von Kraftstoffe für Verkehrsmittel (+0,16 Prozentpunkte, Pp.), Beherbergungsdienstleistungen (+0,10 Pp.) und Luftverkehr (+0,06 Pp.), während Telekommunikation (-0,12 Pp.), Gemüse (-0,05 Pp.) und Sozialschutz (-0,04 Pp.) am stärksten senkend wirkten.

(APA)

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