Quelle: ZAMG

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Bisherige Sommerbilanz lässt Touristiker jubeln

28.08.2017 - 13:16
Touristen vor dem Schloss Belvedere in Wien© APATouristen vor dem Schloss Belvedere in Wien

Das Tourismusland Österreich ist auch heuer im Sommer sehr gefragt. In der bisherigen Sommersaison (Mai bis Juli) verbuchten die Betriebe ein Nächtigungsplus von 4,4 Prozent auf 35,93 Millionen. Das sei das beste Ergebnis seit 1992, gab die Statistik Austria bekannt. Tourismus-Obfrau Petra Nocker-Schwarzenbacher hofft nun, im Gesamtjahr die 150-Millionen-Grenze bei den Nächtigungen zu knacken.

Hauptverantwortlich für das Nächtigungsplus sind um fast 7 Prozent gestiegene Nächtigungszahlen deutscher Touristen. Dank erhöhter Flugaufkommen von Moskau nach Wien sowie einem stabilen Wechselkursverhältnis von Rubel zu Euro kommen auch die Russen nach einem starken Einbruch wieder vermehrt nach Österreich. Im Zeitraum Mai bis Juli stiegen die Nächtigungen russischer Gäste um fast ein Drittel.

Zuwächse gab es auch bei Gästen aus Zentral- und Osteuropa. "War bisher Urlaub in Österreich in diesen Ländern hauptsächlich mit Winter verbunden, ist es nun gelungen, Österreich auch als attraktive Sommerdestination zu positionieren", so Wirtschafts- und Tourismusminister Harald Mahrer (ÖVP), der sich für den weiteren Verlauf der Saison optimistisch zeigte.

Die Hoteliervereinigung (ÖHV) forderte bessere Rahmenbedingungen: "Damit wir weiter Nächtigungsrekorde feiern können, brauchen wir Flexibilität und Mobilität, Lehrlinge und Saisonniers", erklärte ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer.

Die konkreten Zahlen: In der ersten Hälfte der bis Ende Oktober laufenden Sommersaison gab es sowohl bei ausländischen (+5,8 Prozent auf 24,85 Mio.) als auch bei inländischen (+1,5 Prozent auf 11,08 Mio.) Gästenächtigungen Zuwächse, geht aus einer Aussendung der Statistik Austria vom Montag hervor. Auch die Zahl der Gäste-Ankünfte stieg von 5,7 Prozent auf 11,84 Millionen - auch das sei ebenfalls ein neuer Höchstwert.

Nach Steigerungen bereits im Vorjahr gab es auch heuer deutlich mehr Nächtigungen von Gästen aus dem wichtigsten Herkunftsland Deutschland. In der bisherigen Sommersaison stiegen diese um 6,8 Prozent auf 12,85 Mio. Auch bei Gästen aus den Niederlanden (+1,3 Prozent), den USA (+7,9 Prozent), aus der Tschechischen Republik (+3,9 Prozent) und aus Frankreich (+2,3 Prozent) wurden Nächtigungszunahmen verzeichnet.

Den deutlichsten Anstieg gab es bei Nächtigungen russischer Gäste (+31,5 Prozent), die schon in den vergangenen Monaten wieder vermehrt nach Österreich kamen. Eine rückläufige Nächtigungsentwicklung wiesen unter anderen die Schweiz und Liechtenstein (-0,6 Prozent), das Vereinigte Königreich (-1,4 Prozent) und Belgien (-4,3 Prozent) auf.

Die Nächtigungszahl stieg vor allem in gewerblichen (+13,8 Prozent) und privaten (+9,0 Prozent) Ferienwohnungen deutlich an. In den 2-/1-Stern-Betrieben war die Entwicklung hingegen rückläufig (-6,0 Prozent). Die wichtigste Hotelkategorie der 5-/4-Stern-Betriebe verzeichnete ein Nächtigungsplus von 1,4 Prozent. Einen überdurchschnittlich hohen Zuwachs von 6,5 Prozent verzeichneten auch Hotels der mittleren Kategorie (3-Stern).

Im bisherigen Kalenderjahr (Jänner bis Juli) zogen die Nächtigungen um 2,5 Prozent auf 90,03 Mio. an, womit ein neuer Höchstwert erreicht worden ist. Ein Anstieg war sowohl bei den Übernachtungen von ausländischen (+2,9 Prozent auf 67,42 Mio.) wie auch von inländischen (+1,3 Prozent auf 22,61 Mio.) Gästen zu beobachten. Mit einer Zunahme von 3,8 Prozent auf 25,54 Mio. erreichten die Ankünfte ebenfalls einen neuen Spitzenwert, so die Statistik Austria.

Für Deutschland wurde in diesem Zeitraum ein Anstieg von 1,6 Prozent bzw. von mehr als einer halben Million auf 33,61 Millionen Übernachtungen verzeichnet. Die höchsten Zuwächse kamen von russischen Gästen (+16,6 Prozent).

(APA)

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