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Zeitverzug bei Stuttgart 21 bleibt bestehen

15.10.2017 - 11:33
"Gegensteuerungsbedarf" von zwei Jahren© APA (dpa)"Gegensteuerungsbedarf" von zwei Jahren

Der Start für das milliardenschwere Bahnprojekt Stuttgart 21 erst im Jahr 2023 wird immer wahrscheinlicher. Beim Bau des neuen Hauptbahnhofs in der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg bestehe nach wie vor ein "Gegensteuerungsbedarf" von zwei Jahren, hieß es auf Anfrage in der Deutsche-Bahn-Zentrale.

Vor genau einem Jahr hatte das Unternehmen eingeräumt, nur dann wie geplant 2021 in Betrieb gehen zu können, wenn dieser Zeitverzug wieder aufgeholt werden kann. Bis heute sei das aber insgesamt nicht entscheidend gelungen, hieß es.

Ändert sich daran nichts, dürfte das Herzstück des 6,5 Mrd. Euro teuren neuen Stuttgarter Bahnknotens, die unterirdische Durchgangsstation, erst 2023 an den Start gehen. Fragen nach der Inbetriebnahme beantwortet das Unternehmen so: "Die Bahn hält weiter an dem Ziel fest, Stuttgart 21 und die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm im Dezember 2021 in Betrieb zu nehmen."

Ob die zum Gesamtprojekt Stuttgart 21 gehörende Neubaustrecke Richtung Ulm, die aktuell gut im Zeitplan liegt und nach wie vor bis 2021 fertiggestellt sein soll, womöglich getrennt in Betrieb genommen werden kann, "müsste betrieblich geprüft werden", hieß es bei der Bahn. An dem Bahnhof wird seit Februar 2010 gebaut, der Grundstein für den Neubau wurde im September 2016 gelegt.

Land und Stadt erhoffen sich vom nächsten Lenkungskreis am 27. Oktober einmal mehr Aussagen der Bahn zum möglichen Zeitverzug beim Bahnhofsbau.

(APA/dpa)

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