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Deutsche Autoindustrie darf nicht den Anschluss verlieren

09.09.2017 - 16:03
Merkel will nicht den Anschluss verlieren© APA (AFP)Merkel will nicht den Anschluss verlieren

Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sorgt sich darum, dass die deutsche Autoindustrie bei umweltfreundlichen Antrieben international den Anschluss verpassen könnte. In ihrem am Samstag veröffentlichten Podcast sagte Merkel, auf den asiatischen Märkten, insbesondere in China, gebe es "jetzt schon eine sehr große Diskussion über alternative Antriebstechnologien".

Mit Blick darauf könne sie "nur hoffen, dass (...) die deutsche Automobilindustrie nicht den Anschluss verliert". Merkel wird am Donnerstag in Frankfurt die weltweit wichtigste Automesse IAA eröffnen. Die Veranstaltung steht unter dem Eindruck des Abgasskandals und der Debatte um Fahrverbote in deutschen Städten.

Kritisch äußerte sich Merkel zum schleppenden Erfolg von Elektroautos in Deutschland: "Wir sehen allerdings, dass natürlich immer noch nicht so ein breites Angebot da ist. Und auf der anderen Seite, dass auch die Ladeinfrastruktur in den Städten noch nicht so ist, dass die Käufer wirklich Vertrauen haben."

Dennoch hoffe sie, "dass wir in beiden Bereichen jetzt in der nächsten Zeit besser werden", sagte Merkel. "Aber der Anfang gestaltet sich schwierig und langsam, das würde ich auch sagen."

An die Industrie appellierte die Kanzlerin, neben der aus ihrer Sicht noch auf Jahrzehnte unverzichtbaren Verbrennungstechnologie nicht nur auf elektrische Antriebe zu setzen. "Was alternative Antriebstechnologien anbelangt, möchte ich noch darauf hinweisen, dass wir auf Technologieoffenheit setzen", sagte Merkel. "Das heißt, wir fokussieren uns nicht ausschließlich auf die Elektromobilität, sondern wir warten, ob vielleicht auch die Brennstoffzelle oder synthetische Kraftstoffe eine Rolle spielen werden." In der Forschung "das richtige Maß und die richtige Mitte zu finden, das wird eine der herausragenden Aufgaben der Automobilindustrie sein".

(APA/dpa)

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