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Bei PISA-Studie wieder kein Bundesländervergleich

21.03.2011 - 13:03
Kosten würden um 850.000 Euro steigen© APAKosten würden um 850.000 Euro steigen

Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) plant auch bei der kommenden Ausgabe der OECD-Bildungsvergleichsstudie PISA 2012 keine Bundesländerauswertung. Durch die dafür nötige Vergrößerung der Stichprobe würden die Kosten der 1,6 Mio Euro teuren PISA-Studie um weitere 850.000 Euro steigen.

Das Ergebnis wären aber lediglich "Vergleiche innerhalb eines Systems", so Schmied in der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der ÖVP. Die "beträchtlichen zusätzlichen Ressourcen" erscheinen ihr daher "nicht sinnvoll eingesetzt". In Österreich hat es mit Tirol und Vorarlberg bei PISA 2009 erstmals eine Auswertung von Bundesländerergebnissen gegeben. Die dafür zusätzlich anfallenden Kosten von jeweils 60.000 Euro wurden von den Ländern übernommen. In ihrer Anfrage pocht die ÖVP darauf, "nicht nur altersorientierte, sondern auch regionale Auswertungen" von Bildungsstudien zu erhalten; dies sei für eine "zielgerichtete, ergebnisorientierte Bildungspolitik" erforderlich.

Schmied lehnt dies jedoch auch mit dem Hinweis ab, dass in Österreich die Bundesländer deutlich weniger weitgehende Aufgaben im Bildungsbereich hätten als die Regionen dies in Ländern wie Belgien oder Großbritannien haben. "Wesentlich sinnvoller ist, für Bundesländervergleiche kommende Ergebnisse der Überprüfungen der Bildungsstandards heranzuziehen", verweist die Ministerin auf die Überprüfungen der Kenntnisse in der 4. und 8. Schulstufe an Volks- und Hauptschulen sowie der AHS, die ab 2012 geplant ist.

In Schutz nimmt Schmied das für die Erhebung und Auswertung der PISA-Daten zuständige Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie), das massiv in die Kritik geraten war, nachdem die OECD die Österreich-Daten wegen der Boykottaufrufe von Schülervertretern zum Zeitpunkt der Testungen nur unter Vorbehalt publiziert hatte. Das Bifie habe die Testungen "seinem Auftrag entsprechend" im vorgesehenen Testfenster im Frühjahr 2009 durchgeführt und "methodisch korrekt" gearbeitet, nur bei den Zeitvergleichen sei Vorbehalt angemerkt worden. Auch den Vorwurf der mangelnden Transparenz weist sie zurück: "Die Transparenz beim Bifie, das über einen Aufsichtsrat und einen wissenschaftlichen Beirat verfügt, ist gegeben."

(APA)

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