Die OECD-Studie "Renten auf einen Blick" bringt keine neuen Erkenntnisse. Die Tatsache, dass das tatsächliche Pensionsantrittsalter erhöht muss, ist bekannt - und somit wurde und werde von der Regierung "viel getan", hieß es im Sozialministerium. ÖVP-Seniorensprecherin Gertrude Aubauer drängte in einer Aussendung, alle Frühpensions-Lücken zu schließen.
Im Sozialministerium trat am Donnerstag einmal mehr die Arbeitsgruppe zusammen, in der auf Sozialpartnerebene Anreize für einen längeren Verbleib im Berufsleben überlegt werden. Mit Ergebnissen rechnet Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S) im Sommer. Bis Jahresmitte müsse man "gute Lösungen vorlegen, denn bei der Erwerbsquote Älterer ist es 5 vor 12", meinte denn auch Aubauer.
Im vergangenen Jahr wurden - mit dem Budgetbegleitgesetz - einige Maßnahmen für ein höheres Pensionsantrittsalter beschlossen. Sie werden freilich erst in der Zukunft Wirkung zeigen. Die geänderte Hacklerregelung werde man spätestens 2014 merken, meinte Hundstorfers Pressesprecher. Auch Programme wie "fit2work" und die verpflichtenden Rehabilitation vor einer Invaliditätspension "beginnen erst zu wirken".
Aubauer will mit einem "Nationalen Aktionsplan" erreichen, dass "möglichst viele länger arbeiten können und dürfen". So plädiert sie auch für "Senior-Pools beim AMS", die Streichung von Zwangspensionsregelungen aus Betriebsvereinbarungen oder eine Belohnung für längeres Arbeiten. Ihre Parteikollegin Ingrid Korosec - ebenfalls stv. Seniorenbund-Chefin - forderte überdies die Umstellung auf flachere Einkommenskurven im öffentlichen Dienst, die rasche Angleichung des Pensionsalters von Frauen und Männern und höhere Zuverdienstgrenzen für ASVG-Pensionisten.
(APA)

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