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Wieder geringe Frauen-Erfolgsquote im Medizin-Test

29.07.2010 - 13:39
Der Medizin-Aufnahmetest im Austria Center in Wien© APA (Pfarrhofer)Der Medizin-Aufnahmetest im Austria Center in Wien

Die Frauen-Erfolgsquote bei den Aufnahmetests für das Medizin-Studium ist unverändert niedrig geblieben. Von den insgesamt 1.500 Studienplätzen gehen 643 an Frauen (43 Prozent), im Vorjahr waren es 666 (44 Prozent). Die Frauenquote bei den Testteilnehmern lag dagegen sogar bei 55 Prozent. An den drei Unis in Wien, Innsbruck und Graz wurden unterschiedliche Multiple-Choice-Testverfahren angewendet.

Die Medizin-Unis Wien und Innsbruck verwenden den "Eignungstest für das Medizinstudium" (EMS), der Studien-Fähigkeiten wie medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis, räumliches Vorstellungsvermögen, Umgang mit Zahlen etc. abfragt. Die Medizin-Uni Graz setzt dagegen auf einen Wissenstest in den Grundlagenfächern Biologie, Chemie, Physik und Mathematik sowie auf Textverständnis. Erstmals wurde in Graz heuer außerdem der Bereich Sozialkompetenz erhoben. Die Erfolgsquote der weiblichen Studienbewerber lag dennoch an allen drei Standorten fast gleichauf nur zwischen 42 und 44 Prozent.

In der Bundeshauptstadt war es heuer vor allem auffällig, dass erstmals auch die Testteilnehmerinnen aus EU-Ländern (überwiegend aus Deutschland) sowohl im Vergleich mit ihren männlichen EU-Kollegen als auch im Vergleich zu den Österreicherinnen signifikant schlechter abgeschnitten haben. An der Medizin-Uni Wien hieß es auf APA-Anfrage, dass diese Entwicklung "schwierig zu deuten" sei. Eine Erklärung sei, dass die Teilnehmer aus Deutschland natürlich nicht die Top-Leute ihres Landes seien, weil sie wegen des dort nicht geschafften Numerus Clausus nach Österreich ausweichen. Aufschlüsse über die Gründe für die geringe Frauenerfolgsquote erwartet sich die Uni nun im September von in den Mittelschulen durchgeführten Befragungen von Schülern.

(APA)

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