Quelle: ZAMG

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Österreichs Lehrer verdienen viel zu wenig

28.10.2014 - 12:13
Österreichs Lehrer verdienen im OECD-Vergleich viel weniger als Kollegen anderer Länder. Für die Bildung so wichtige gute Pädagogen spricht man damit eher nicht.
Lehrer in Österreich schlecht bezahlt© APA (Archiv/Schlager)Lehrer in Österreich schlecht bezahlt

Fast könnte man den Eindruck bekommen, in Österreich würden nur noch zwei Gruppen von Menschen den Beruf „Lehrer“ anstreben: einige wenige, die sich für diesen Beruf tatsächlich „berufen“ fühlen und sich gar keinen anderen Beruf vorstellen können, sowie die große Masse an Lehreranwärtern, die sich ein „richtiges“ Studium nicht zutrauen oder primär wegen der üppigen Nachmittagsfreizeit und den vielen Monaten Ferien diesen Beruf wählen.

Dass die Qualität von Bildung maßgeblich von der Qualität der Lehrenden abhängt, darf als logisch angenommen werden. Ob eine Schule hingegen „Hauptschule“ oder „Mittelschule“ heißt und ob diese mittags endet oder Schüler bis zum Einbruch der Dunkelheit in Ganztagsschulen verbringen müssen, dürfte hingegen deutlich weniger Einfluss haben.

Wasser auf die Mühlen der Lehrergewerkschaft könnte demnach eine aktuelle OECD-Studie bewirken. In der Analyse werden die Gehälter von Lehrkräften mit anderen akademisch gebildeten Vollzeitbeschäftigten verglichen. Während Südkorea, Finnland, aber auch unser Nachbar Deutschland bei diesem Vergleich relativ hohe Lehrergehälter ausweisen, findet man Österreich nur im abgeschlagenen unteren Bereich des Rankings.

40% weniger als andere Akademiker

So verdienen Lehrer in Spanien und Südkorea um ein sattes Drittel mehr als andere Akademiker in ihren Ländern, während Pädagogen in Österreich um 40 Prozent weniger als der Durchschnitt an Beschäftigten mit Hochschulabschluss verdienen.

Und so sehen die Lehrergehälter im Verhältnis zu anderen Vollzeitbeschäftigen mit Tertiärabschluss im Detail aus:
- Südkorea: 136%
- Spanien: 132%
- Finnland: 97%
- Deutschland: 97%
- England: 95%
- Frankreich: 86%
- USA: 68%
- Italien: 65%
- Österreich: 60%
- Tschechien: 54%
- Slowakei: 43%

(relevant Redaktion)

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