Quelle: ZAMG

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Siegfried Wolf soll neuer ÖIAG-Aufsichtsratschef werden

26.05.2014 - 16:28
Peter Mitterbauer wünscht sich den Ex-Magna-Manager Siegfried Wolf als seinen Nachfolger als aktuellen Aufsichtsratschef der Verstaatlichten-Holding ÖIAG.
Wolf ist Favorit bei ÖIAG© APAWolf ist Favorit bei ÖIAG

Siegfried Wolf ist kein Unbekannter in Österreich. Unter Frank Stronach machte er Karriere bei Magna, bis ihn der russische Oligarch Oleg Deripaska vor einigen Jahren nach Russland holte. Im vergangenen Nationalratswahlkampf war Wolf lange als heißer Kandidat für die Rolle des Spitzenkandidaten des Teams Stronach gehandelt worden. Wolf sagte aber zur großen Enttäuschung von Frank Stronach eine Rückkehr in die Regionalliga ab.

Peter Mitterbauer, aktueller Aufsichtsratschef der Staatsholding ÖIAG, soll ebenfalls große  Stücke von Wolf halten und würde ihn gerne als Nachfolger platzieren. „Wenn ich gefragt werde, würde ich Siegfried Wolf als meinen Nachfolger vorschlagen", wird Mitterbauer im aktuellen "trend" unmissverständlich zitiert.

Die „Selbsterneuerung“ des ÖIAG-Aufsichsrates

Laut Statut kann und soll der Aufsichtsrat der ÖIAG durch eine „Selbsterneuerung“ vom Einfluss der Politik ferngehalten werden. Die bestellten Aufsichtsräte können demnach eigenständig über die Mitglieder des Aufsichtsrates und den Vorsitzenden selbst bestimmen. Claus Raidl hatte diesen „Selbsterneuerungsprozess“ vor kurzem in einem Interview im Nachrichtenmagazin "profil" scharf kritisiert und gemeint, dass in der ÖIAG „heute eine Insiderclique das Sagen" habe. Eine Bestellung von Wolf, würde ihn wohl bestätigen, da Wolf auch derzeit bereits dem ÖIAG-Aufsichtsrat angehört.

Mitterbauer darf bei der nächsten Hauptversammlung nicht mehr kandidieren und muss aus dem Aufsichtsrat ausscheiden, da er dem Kontrollorgan bereits die Maximaldauer von acht Jahren angehört. Seine Ablöse könnte schon am 26. Juni über die Bühne gehen, dieser Termin für die Hauptversammlung wurde aber vom Finanzministerium noch nicht bestätigt.

Der Aufsichtsrats und speziell der Vorsitzender der ÖIAG Peter Mitterbauer war zuletzt schwer in der Kritik. Bei der entscheidenden Sitzung über die Abstimmung über den Syndikatsvertrag mit America Movil, dem Telkom-Unternehmen des mexikanischen Milliardärs Carlos Slim, waren peinlicherweise nicht genügend Aufsichtsräte anwesend, um beschlussfähig zu sein. Mitterbauer, der zum Zeitpunkt der wichtigsten Sitzung der ÖIAG seit vielen Jahren selbst gerade in Israel auf Urlaub war, musste eingeflogen werden.

Der 56-jährige Siegfried Wolf ist Vater zweier Töchter und gilt als sehr erfahrener Manager mit internationalem Format. Im November 2010 schied er bei Magna aus und wurde Aufsichtsratsvorsitzender von Oleg Deripaskas „Russian Machines“. Neben der ÖIAG sitzt er seit 2007 auch bei der Baufirma Strabag im Aufsichtsrat.

(relevant Redaktion)

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