An der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien gibt es aus Sicht des Wissenschaftsministeriums zu wenige Plätze für Masterstudenten. Ihr sei "das Spannungsverhältnis zwischen der hohen Nachfragen nach Studienplätzen und den eingeschränkten Möglichkeiten bewusst", dies werde auch regelmäßig zum Thema gemacht, so Ressortchefin Karl in der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der SPÖ.
Von zwölf Masterstudien an der WU werden nur zu den deutschsprachigen alle Bewerber mit facheinschlägigem Bachelor zugelassen, die vier englischsprachigen Master sind auf 60 bzw. 80 Studienplätze beschränkt. Doch nicht nur bei den englischen Masterstudien, wo es laut der HochschülerInnenschaft an der WU (ÖH WU) "durchaus zwischen 100 und 500 Bewerber je Studienrichtung" gibt, herrscht Platznot.
Auch bei den acht deutschsprachigen Master sieht es nicht besser aus. Dort werden zwar alle Studenten zugelassen, die die formalen Zulassungsvoraussetzungen erfüllen, die WU verweist auf ihrer Homepage jedoch auf "Engpassprobleme". Studenten der deutschsprachigen Masterprogramme müssen deshalb eine oder mehrere Einführungslehrveranstaltungen positiv absolvieren, bevor sie sich zu allen weiteren Prüfungen und Lehrveranstaltungen anmelden können.
Stefan Kilga, Vorsitzender der ÖH WU, spricht in diesem Zusammenhang von einer "inoffiziellen Zugangsbeschränkung". Denn wer die Einführungslehrveranstaltung nicht auf Anhieb schafft, muss mit Verzögerungen rechnen, warnt die WU selbst. Bereits im Bachelor-Studium sorgt eine andere Regelung für Studienzeitverzögerungen, nämlich die seit dem Wintersemester 2010/11 gültige verschärfte Eingangsphase. Ab kommendem Wintersemester wird sich die Situation noch weiter verschärfen. Dann gelten nämlich die neuen Zugangsregelungen für alle Unis, wonach Prüfungen in der Studieneingangsphase nur mehr einmal wiederholt und von jeder Uni autonom nur eine weitere Wiederholung erlaubt werden kann.
(APA)

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