Quelle: ZAMG

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IT-Händler DiTech muss Insolvenz anmelden

10.03.2014 - 16:02
Der harte Konkurrenzkampf mit internationalen Elektronikkonzernen wie Mediamarkt/Saturn sowie die Kosten eines offenbar zu raschen Wachstums, zwingt DiTech nun zur Insolvenzanmeldung.
Finanzspritze für DiTech erforderlich© DitechFinanzspritze für DiTech erforderlich

DiTech, mit 22 Standorten und 300 Mitarbeitern größter IT-Händler in Österreich, kämpft mit ernsthaften finanziellen Problemen. Alleine scheint DiTech seine Liquiditätsprobleme nicht mehr bewältigen zu können. „Wir wollen am Donnerstag den Partner präsentieren“, bestätigt Unternehmenssprecher Mario Gündl gegenüber der „Presse“ den Finanzierungsengpass.

DiTech hatte bereits im Oktober des vergangenen Jahres ähnliche Probleme. Für Creditreform-Geschäftsführer Gerhard Weinhofer war die Sache im Herbst aber offenbar noch bewältigbar: „Wir untersuchen genau die aktuelle Bilanz und sehen derzeit keine unmittelbare Gefahr für Ditech“. Bereits damals hatte ein Kreditversicherer einem wichtigen IT-Lieferanten von DiTech den Versicherungsschutz wegen ausstehender Zahlungen gekündigt.

Die schnelle Expansion dürfe DiTech nun zum Verhängnis werden. Noch bis vor wenigen Wochen galten DiTech und das aus Polen stammende Gründer-Ehepaar  Damian und Aleksandra  Izdebski als Vorzeigekandidaten. Anfang 2013 wurde DiTech im Handels-Check 2012 von marketagent.com DiTech noch vor Media Markt, Saturn und Hartlauer als Nummer 1 im Elektrohandel ausgewiesen.

Damian Izdebski, Gründer und Geschäftsführer von DiTech, teilte im DiTech-Blog dazu am Dienstag mit: „Diese Entwicklung hat uns dazu gezwungen, ein Sanierungsverfahren in die Wege zu leiten, das noch im Laufe dieser Woche beim Handelsgericht Wien angemeldet wird. Begleitet von einem Sanierungsverwalter sowie externen Restrukturierungsspezialisten werden einige, vor allem kleinere Filialen geschlossen und die Logistikzentrale verkleinert. Dadurch werden auch unsere Verwaltungsprozesse vereinfacht, was wiederum eine Verkleinerung der Firmenzentrale ermöglicht. In diesem Zusammenhang wird leider auch unser Team um 60 bis 80 Mitarbeiter reduziert werden müssen."

(relevant Redaktion)

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