Die verstaatlichte Kärntner Hypo Group Alpe Adria (HGAA) bereitet den Verkauf ihrer Österreich- und Italien-Töchter vor. "Der Aufsichtsrat hat beschlossen, die Vorbereitungen für den Verkauf in Angriff zu nehmen" bestätigte Aufsichtsratschef Johannes Ditz am 18. März einen Bericht der "Kleinen Zeitung". Die Ausschreibung werde in den nächsten Tagen erfolgen, so die Zeitung.
Zeitrahmen für den Verkauf sei ein Jahr, sagte Ditz zur APA. Der Verkauf sei "im Gesamtkonnex zu sehen" erinnerte Ditz daran, dass 2011 der Turnaround in der Kärtner Hypo versprochen ist. Nun wolle man den Mitarbeitern das Signal geben, dass die Östereich-Tochter "bald wieder unter einem privaten Eigentümer in ruhiges Fahrwasser kommen kann". Der Verkauf sei aber "nicht unbeding notwendig" und werde nur erfolgen, "wenn der Preis passt".
Hypo-Vorstand Gottwald Kranebitter wird in der "Kleinen Zeitung" mit den Worten zitiert: "Wir wollen die Bank als profitable und hübsche Braut zum gegebenen Zeitpunkt an einen nachhaltigen und langfristigen neuen Eigentümer übergeben".
Dass ein Interessent die Bank aber als gesamtes Unternehmen kaufen wird, gilt als unwahrscheinlich, schreibt die Zeitung. Viel eher gehe man davon aus, dass die Konkurrenz die Bank in ihre Einzelteile filetieren wird. Ditz und sein Stellvertreter Rudolf Scholten hätten sich sogar für einen gesteuerten Verkauf ausgesprochen, sie wollten Investoren direkt ansprechen und die Bank auf diesem Wege verkaufen. Im Vorfeld sei mit vier österreichischen Banken verhandelt worden, darunter auch ein Kärntner Institut. Dieses habe nach einer Durchsicht der Unterlagen einen Kauf allerdings abgelehnt.
(APA)

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