Wien Wolkig Nebel 21.6°C
Quelle: ZAMG

Relevante Jobs

Kolumne

Kolumne: Media's Digest

Bildergalerien

Credit Agricole will Überschuss bis 2014 steigern

18.03.2011 - 12:03

Die französische Bank Credit Agricole will in den nächsten drei Jahren ihre Gewinne kräftig steigern. Für 2014 strebt Unternehmenschef Jean-Paul Chifflet einen Überschuss aus dem Kerngeschäft von 6 bis 7 Milliarden Euro an, wie er am 17. März in Paris erklärte. Im vergangenen Jahr hatte Credit Agricole ihren Nettogewinn um 12,3 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro gesteigert.

Allerdings belasteten Probleme bei der griechischen Tochter Emporiki und Abschreibungen auf die Beteiligung an der italienischen Bank Intesa SanPaolo. Analysten hatten gehofft, dass die Bank schon 2013 die 6 Milliarden-Grenze überschreiten wird.

Wachstumschancen sieht der Bankvorstand vor allem im Privatkundengeschäfts. Es soll 2014 allein drei Milliarden Euro zum Gewinn beitragen, etwa fünfmal mehr als 2010. Die Bank will laut dem Strategiepapier europaweit Maßstäbe bei der Kundenorientierung setzen. Dagegen soll das Investmentbanking nur noch geringfügig zulegen - von 1,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr auf 1,8 Milliarden Euro 2014. Das Vermögensverwaltungsgeschäft soll in drei Jahren 2 Milliarden Euro zum Gewinn beisteuern, 500 Millionen mehr als zuletzt. Die Eigenkapitalquote will der Vorstand bei 8,75 Prozent halten und so die künftigen internationalen Vorschriften (Basel III) für Banken schaffen.

Verhandlungen mit Citic

Derweil verhandelt die Bank weiter darüber, die Handelssparte Cheuvreux mit der chinesischen Investmentfirma Citic zusammenzubringen, wie Credit-Agricole-Chef Jean-Paul Chifflet der "Fiancial Times" (FT) sagte. Im Strategiepapier wurde dazu nichts notiert.

Analysten bezeichneten die neuen Vorgaben als wenig ambitioniert. "Die Ziele liegen unter unseren Vorhersagen", sagte Alex Koagne von Natixis. Mehrere Branchenexperten hatten zudem die Erwartung, dass Chifflet auch Hinweise auf eine Trennung von den Anteilen an der spanischen BankInter sowie der portugiesischen Banco Espirito Santo geben könnte. Er sagte allerdings nur, hier stünden derzeit keine Änderungen an. Credit Agricole will sich auch nicht unter Druck setzen lassen. "Wir haben großen Handlungsspielraum", sagte Verwaltungsratschef Jean-Marie Sander. Er kritisierte, die Bank sei bereits in der Vergangenheit mit Vorschlägen genervt worden, ihre Brokermarken Cheuvreux und CLSA abzugeben.

(APA/ag)

Home
Meinung
Politik
Chronik
Wirtschaft
Sport
Kultur
Society
Life
Reise
Motor
Hightech