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BA-Chefökonom rät bei Yen-Krediten zum Abwarten

18.03.2011 - 11:21

Die japanische Währung befinde sich derzeit in Folge von Erdbeben, Tsunami und AKW-Problemen in einer Sondersituation, daher sollten Yen-Kreditnehmer zunächst die weitere Entwicklung abwarten, rät Stefan Bruckbauer, Chef-Ökonom der Bank Austria, im Gespräch mit der APA. Momentan sollten die Kreditnehmer am besten "gelassen" reagieren.

Es handle sich wohl um "kurzfristigen Stress", der aber nicht so fundamental wie beim Schweizer Franken sei. In Österreich sind Yen-Kredite im Vergleich zu den Schweizer Franken-Krediten eher weniger verbreitet. Das Volumen der Yen-Kredite mache lediglich 3 Mrd. Euro aus, davon seien 2,2 Mrd. in den Privathaushalten. Die Kreditnehmer in der japanischen Währung seien aber nicht die "kleinen Häuselbauer", sondern etwa private Immobilien-Investoren. Der Anteil der Yen-Kredite an allen vergebenen Krediten beträgt rund 1 Prozent.

Jetzt aus Yen-Krediten herauszugehen, wäre sicher eine "Herausforderung", meint Bruckbauer. Es gebe viele Argumente, dass sich der Yen wieder abschwäche. Man sollte derzeit "weder in die eine noch in die andere Richtung" agieren, so der Ökonom. Es sei also nicht sinnvoll jetzt auszusteigen und schon gar nicht einzusteigen. Der Yen war am 17. März auf den höchsten Stand zum US-Dollar seit dem Zweiten Weltkrieg gestiegen. Bei Yen-Krediten aus dem Euro-Raum trage man das doppelte Risiko, da der Yen-Kurs zum Euro auch stark vom Yen-Dollar-Kurs beeinflusst werde, erläutert der Ökonom.

(APA)

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