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Pensionskassen holten 2010 nach Krise weiter auf

18.03.2011 - 11:01
Plus 6,6 Prozent für überbetriebliche Kassen© APA/EPA FILEPlus 6,6 Prozent für überbetriebliche Kassen

Österreichs Pensionskassen haben im abgelaufenen Jahr ihre Aufholjagd nach der Finanzkrise fortgesetzt. Nachdem sie im Krisenjahr 2008 12,9 Prozent unter Wasser gewesen waren, erzielten sie 2009 eine Performance von 9,0 Prozent. 2010 belief sich das Veranlagungsergebnis dann auf 6,5 Prozent, geht aus einem am 17. März veröffentlichten Bericht der Finanzmarktaufsicht (FMA) hervor.

Die betrieblichen Kassen haben dabei mit 5,8 Prozent schlechter abgeschnitten als die überbetrieblichen (6,6 Prozent). Die Ergebnisse variierten je nach Veranlagungs- und Risikogemeinschaft zwischen 1,2 und 11,8 Prozent - dies wegen der unterschiedlichen Veranlagungsstrategien und den teils großen Schwankungen auf den Finanzmärkten. Im März und Dezember waren die Veranlagungsgewinne am größten, auch im August und September wurden gute Ergebnisse erzielt. Verluste verbuchten die Pensionskassen hingegen im Mai, in diesem Monat gab es auch an den Börsen große Kursstürze. Im Jänner war die Performance leicht negativ.

Verwaltetes Vermögen bei 14,9 Mrd. Euro

Im vierten Quartal erhöhte sich das von den 17 Pensionskassen verwaltete Vermögen gegenüber dem Vorquartal um 3,2 Prozent auf rund 14,9 Mrd. Euro. Davon entfallen 13,1 Mrd. Euro auf die überbetrieblichen Kassen. Das im Rahmen der betrieblichen Kollektivversicherung von Versicherungen verwaltete Vermögen erhöhte sich um 2,7 Prozent auf 447,7 Mio. Euro. Das insgesamt in der betrieblichen Altersvorsorge verwaltete Vermögen macht rund 5,4 Prozent der österreichischen Wirtschaftsleistung (BIP) aus.

Die Asset Allocation hat sich im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal relativ stark verändert: Während Staatsanleihen abgestoßen wurden (-5,1 Prozent), wurden mehr Aktien (+3,8 Prozent) und Bankeinlagen (+2,2 Prozent) ins Portfolio genommen. Trotzdem hatten Staatsanleihen und Anleihen mit einer Staats- oder Teilstaatenhaftung per Ende 2010 den größten Anteil am Portfolio (33,4 Prozent). Auf Platz zwei und drei folgten Aktien (32,2 Prozent) und Unternehmensanleihen (16,3 Prozent).

Je nach Aktienanteil (Risiko) gibt es für Pensionskassen fünf Veranlagungsklassen: defensiv, konservativ, ausgewogen, aktiv und dynamisch. Der größte Teil des gesamten Pensionskassenvermögens (38,9 Prozent) war Ende 2010 "ausgewogen" veranlagt - der durchschnittliche Aktienanteil in diesem Segment beträgt 33,6 Prozent. Fast die Hälfte des Vermögens war risikoreich ("dynamisch" oder "ausgewogen") veranlagt. Im Jahr 2010 hatte knapp jeder fünfte unselbstständig Erwerbstätige (19,4 Prozent) eine Anwartschaft auf eine Pensionskassenpension.

(APA)

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