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AvW - Ermittlungen erreichen Ex-Minister Grasser

27.01.2011 - 10:46
Nennung des zuständigen Ministers "Formalsache"© APANennung des zuständigen Ministers "Formalsache"

In der Causa rund um den Kärntner Finanzdienstleister AvW und die Rolle der damaligen Bundeswertpapieraufsichtsbehörde (BWA) hat die Klagenfurter Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen auch auf den damaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser ausgeweitet, berichtet die Tageszeitung "Der Standard".

Der Anwalt von Grasser, Manfred Aindeter, weist gegenüber der Zeitung die Vorwürfe zurück: "Da ist nichts dran. Grasser wurde mit der Prüfung der AvW nie befasst, zudem war die BWA weisungsfrei". Die Nennung des zuständigen Ministers als Beschuldigten in dem Zusammenhang sei "Formalsache", sagte ein Sprecher der Klagenfurter Staatsanwaltschaft zur Zeitung.

Wie berichtet hinterfragt die Justiz in der AvW-Causa auch die Rolle der Prüfer. Gegen einen hohen Finanzbeamten und einen Mitarbeiter der ehemaligen Bundeswertpapieraufsicht (BWA, jetzt FMA) laufen bereits Ermittlungen. Wie bisher ans Licht kam, musste das Klagenfurter Finanzamt in den Jahren 2001 und 2005 AvW-Großbetriebsprüfungen auf Anordnung des zuständigen Gruppenleiters abbrechen.

Wie der "Kurier" am 27. Jänner berichtet, haben die Liechtenstein-Stiftungen von Grasser nicht nur eine kostengünstigen Kredit finanziert, sondern auch seine ihm zu 100 Prozent gehörende "Valuecreation". Die Grasser-Firma, die sich mit "Projektberatung und -vermittlung" sowie mit "Waren aller Art" Geld verdiene, habe besonders nennenswerte Zuwendungen - nämlich Beträge über mehrere hunderttausend Euro - von der Grasser-Firma "Silverwater Invest & Trade Inc." bekommen. Diese sei nichts anderes, als eine Subfirma von Grassers Liechtensteiner Stiftung. Valuecreation habe 2009 einen Gewinn von 780.000 Euro erzielt.

(APA)

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