Quelle: ZAMG

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Wasserkrafterzeuger vs Umweltdachverband

01.02.2013 - 14:51

Der größte heimische Wasserkrafterzeuger - Verbund - hat sich am Freitag auf APA-Anfrage vom gestrigen Vorstoß des Umweltdachverbandes, Abgaben für den Turbinen-Durchfluss seien zu leisten, nicht wirklich betroffen gefühlt. "Wir verbrauchen kein Wasser", wurde ein Sprecher nicht müde zu betonen.

Welche Kosten auf den Verbund zukommen würden, käme es zu einer Abgabe von 0,33 Cent je 1.000 Kubikmeter Wasserdurchfluss, wollte er daher nicht kommentieren.

Der Verbund verwies darauf, man nütze nur die Energie des Wassers. In Sachen Ökologie und Natur mache man "mehr als nötig; 30 Prozent der Anlagenflächen (Stauraum, Anm.) wurden nachträglich zu Umweltschutzflächen erklärt".

Die Abgabe brächte österreichweit Einnahmen von einer halben Milliarde Euro, wie die Nicht-Regierungsorganisation Umweltdachverband vorrechnete und das Finanzministerium bestätigte.

Tiwag-Chef Bruno Wallnöfner schimpfte indes in einer Aussendung am Freitag: "Dieser abenteuerliche Vorschlag ist entweder ein Faschingsscherz oder aber industrie-, energie- und umweltpolitische Brandstiftung." Er verwies auf den "nach wie vor unerreichten Wirkungsgrad" in der Energieerzeugung durch Wasserkraft. "Das hierfür benötigte Wasser wird nach kurzer Zwischennutzung dem natürlichen Wasserkreis vollständig und unbeeinträchtigt zurückgegeben."

Wallnöfner erinnerte auch, "dass Österreich beim Anteil der erneuerbaren Energien europaweit einen Spitzenplatz einnimmt", was alleine darauf zurückzuführen sei, "dass rund 60 Prozent des österreichischen Stromverbrauchs aus heimischer Wasserkraft erzeugt werden". Der Umweltdachverband stünde in Fundamentalopposition gegen die Grundregeln wirtschaftlicher Vernunft und ökologischer Strategie, so der Tiwag-Chef.

(APA)

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