Quelle: ZAMG

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Bodensee-Anrainer lehnen "Fracking"-Methode ab

10.12.2012 - 11:27

Die Regierungschefs und Regierungsvertreter der Internationalen Bodensee Konferenz (IBK) haben am Freitag unter dem Vorsitz von Regierungsrat Jakob Brunnschweiler (Appenzell Ausserrhoden) im schweizerischen Walzenhausen getagt. Dabei wurde ein einstimmiger Beschluss gegen das umstrittene "Fracking" zur Erdgasförderung gefasst, berichtete Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (V).

Der 1972 gegründeten IBK gehören Bayern, Baden-Württemberg, Vorarlberg sowie die Schweizer Kantone Schaffhausen, Zürich, Thurgau, St.Gallen sowie Appenzell Ausser- und Innerrhoden an. Im höchsten IBK-Gremium habe er bekräftigt, dass sich Vorarlberg entschieden gegen die mit unabwägbaren Risiken verbundene "Fracking"-Methode zur Erdgasförderung stellt. Der Schutz der Bevölkerung und des Trinkwassers habe außer Frage zu stehen, sagte Wallner laut Landeskorrespondenz.

Die Mitglieder der IBK haben sich der ablehnenden Haltung Vorarlbergs, die bereits vom Landtag im April in einer Entschließung verabschiedet wurde, angeschlossen und einen gemeinsamen Beschluss verabschiedet. Unterstützt wird die Position von einem Gutachten des deutschen Umweltbundesamts (UBA), in dem vor der Fracking-Technologie gewarnt und dazu geraten wird, die Methode in Trinkwasserschutzgebieten nicht zuzulassen. Der Bodensee ist immerhin Trinkwasserreservoir für Millionen Menschen im Großraum Stuttgart.

Bei der intensiveren grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Bereich "Erneuerbare Energien" in der Bodenseeregion soll Vorarlberg eine federführende Rolle einnehmen. Die Regierungschefs wurden über die Absichten der Netzbetreiber informiert. "Mit dem ambitionierten Ziel der Energieautonomie bis 2050, dem vorhandenen Know-how im Land und den gesammelten Erfahrungen kann Vorarlberg für alle Akteure ein wichtiger Ansprechpartner sein", erklärte Wallner.

Bei der Konferenz ging der Vorsitz der Internationalen Bodensee Konferenz turnusgemäß vom Kanton Appenzell Ausserhoden an den Freistaat Bayern über. Seine Schwerpunkte will Bayern auf die Zukunftsthemen Energie, Nachhaltigkeit und Jugend legen.

(APA)

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