Quelle: ZAMG

Wirtschaftskolumne

Partner

PR Inside

Einspruch gegen Schiefergasabbau in Europa

19.11.2012 - 15:46
Fracking in Europa noch nicht akzeptiert© EPAFracking in Europa noch nicht akzeptiert

Gegen Schiefergas und für die Ausbau der erneuerbaren Energien sprechen sich Vertreter der Erneuerbaren Energien aus. Angesichts der gehäuften Meldungen über Naturkatatstrophen in den vergangenen Wochen "muss der Forderung der Energiekonzerne, in Europa Schiefergas abzubauen, eine unwiderrufliche Absage erteilt werden."

Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung von Umweltdachverband, IG Windkraft, Kleinwasserkraft Österreich, Erneuerbare Energie Österreich, Austria Solar, Photovoltaik Austria, Biomasse-Verband, Kachelofenverband und proPellets Austria hervor. "Die Zunahme dieser Naturkatastrophen können wir nur verlangsamen, wenn wir weniger Treibhausgase ausstoßen - das gilt für Österreich genauso wie für Europa. Wir brauchen keinen Schiefergasabbau, sondern den beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien", so Heinz Kopetz, Sprecher der Gruppe Energypeace und Ehrenpräsident des Biomasse-Verbandes.

Auch die Nutzung von Erdgas sei klimaschädlich. Ein mit Erdgas beheiztes Haus emittiere jährlich im Schnitt 6 Tonnen CO2. Das sei zwar weniger als bei der Verwendung von Öl oder Kohle, "aber immer noch um sechs Tonnen zu viel". Erdgas sei nicht klimafreundlich, "sondern nur weniger klimaschädlich als andere fossile Energien", so Kopetz. Nur erneuerbare Energien ermöglichten die rasche Reduktion der Treibhausgase und die Importunabhängigkeit. "Auch wenn man auf die Schiefergasvorkommen in Europa setzt, wird man auf Erdgasimporte nicht verzichten können".

Im Sinn der Beschränkung der Erderwärmung auf unter zwei Grad sollte Österreich in den kommenden Jahren seine Emissionen jährlich um 2 Mio. Tonnen CO2 drosseln. Dies könne nur gelingen, "wenn - ausgehend von der Regierungsspitze - eine Energiewende eingeleitet wird".

(APA)

Home
Politik
Chronik
Wirtschaft
Sport
Kultur
Society
Life
Reise
Motor
Hightech