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Roiss: Europas Energiepolitik stärker koordinieren

14.11.2012 - 15:21
OMV-Chef fordert konkrete Energiestrategie© APA/EPAOMV-Chef fordert konkrete Energiestrategie

OMV-Chef Gerhard Roiss zeigte sich angesichts der aktuellen IEA-Prognose enttäuscht über das Fehlen einer gut koordinierten Energiepolitik in Europa. "Europa tut nichts, um mehr Gas nach Europa zu bringen und bleibt auch in der Frage der Logistik untätig. Es passiert in Europa auch nichts, um Schiefergas zu unterstützen", beklagte Roiss bei der Präsentation des "World Energy Outlook" in Wien.

Die Energiestrategie könne nicht jedes Land für sich alleine gestalten. Europa sei daher weit davon entfern, sich erfolgreich auf dem sich ändernden Gasmarkt zu positionieren. Die USA hätten den Weg gewählt, mehr Gas in die Märkte zu bringen, was sich auch auf den Preis auswirke. Die Schiefergas-Technologie sei gezielt entwickelt worden, um die Wirtschaft zu unterstützen. "Europa geht den Weg zu mehr Regulierung und glaubt, das mit Regulierung in den Griff zu bekommen. Sie sehen aber auch, dass in Wirklichkeit in Europa die Abhängigkeit von Gas steigt, von heute 70 auf an die 90 Prozent, während Amerika völlig unabhängig wird", sagte Roiss zur APA. In den vergangenen zehn Jahren seien mit Hilfe der Schiefergasproduktion in den USA 1,7 Millionen Arbeitsplätze geschaffen worden.

"Europa muss jetzt einen Weg gehen, dass man sagt: Wo sind die zwei, drei oder vier Länder, die hier positiv zu Shalegas sind und die Shalegas haben - wir haben in vielen Ländern Shalegas. Europa wird ein Konzept entwickeln, um in einigen Ländern eine Technologie aufzubauen - und Österreich muss selbst beantworten, ob es dabei sein will oder nicht", sagte Roiss. "Dass ist keine Frage der OMV, dass ist eine europäische Frage."

(APA)

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