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Nabucco-Pipeline verzögert sich weiter

22.02.2012 - 14:06

Das für die OMV wichtige Gaspipeline-Projekt Nabucco verzögert sich weiter. Die Entscheidung des Shah-Deniz-II-Konsortiums über den Pipeline-Betreiber werde aus heutiger Sicht Mitte 2013 fallen, sagte OMV-Chef Gerhard Roiss am Mittwoch in der Bilanz-Pressekonferenz in Wien. Bisher war man von einer Entscheidung bis Juli 2012 ausgegangen.

Das Gasfeld Shah Deniz II in Aserbaidschan wäre die wichtigste Gasquelle für die Nabucco-Pipeline, daher dürfte es für die Verwirklichung des Nabucco-Projekts ausschlaggebend sein, welches Pipeline-Projekt den Liefervertrag mit dem Gasfeld-Konsortium abschließt. "Mir ist wichtig, dass es hier eine Pipeline nach Baumgarten geben wird, damit wir Gas aus neuen Regionen nach Österreich, nach Zentraleuropa bringen", sagte Roiss. "Wenn sich jetzt eine Situation ergibt, dass jemand den türkischen Teil, das ist mehr als die Hälfte, hier baut, und wir die Chance haben, unser Investment auf Europa zu beschränken, ist mir das sehr angenehm." Roiss verwies dabei auf das vom aserbaidschanischen Staatskonzerns Socar - der am Shah-Deniz-Konsortium beteiligt ist - und der Türkei präsentierte Projekt, das den Bau einer transanatolischen Gas-Pipeline (TANAP) vorsieht.

"Wir sind keine Pipeline-Firma, wir sind eine Upstream-Firma", sagte Roiss. Wenn es Projekte gebe, die "Nabucco anders dimensioniert, anders ausschauen lassen können, bin ich sehr, sehr aufgeschlossen", sagte Roiss. Das Nabucco-Projekt sei nach wie vor im Rennen, aber "das Timing der Nabucco bestimmen nicht wir, sondern das bestimmt der, der das Gas hat". Die Investmententscheidung für Nabucco könne erst fallen, "wenn unser Kunde sagt, ob er die Pipeline braucht und wann er sie braucht".

(APA)

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