Quelle: ZAMG

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Varta plant gigantische Batteriefabrik für E-Autos

08.04.2014 - 20:59
Der österreichische Investor Michael Tojner plant mit der deutschen Varta, die die zu seinem Montana-Tech-Konzern gehört, eine riesige Batterie-Fabrik in Europa für Hersteller von Elektroautos.
Tojner plant rießige Akku-Fabrik© APA (EPA)Tojner plant rießige Akku-Fabrik

Michael Tojner, untriebiger Investor aus Wien, möchte mit seinem Montana-Tech-Konzern, zu dem auch der deutsche Batterie-Hersteller Varta gehört, groß in den Markt für Batterien von Elektroautos einsteigen. Dazu will er als ersten Schritt mit den deutschen Autoherstellern direkte Gespräche aufnehmen. Sollte sich der Bedarf erhärten und sich die von ihm erwarteten Auftragsvolumina bestätigen, dann möchte er eine gigantische Batterie-Fabrik für Akkus von E-Autos bauen. Mittelfristiges Ziel für Varta sei dann ein Börsegang, meint Tojner.

Im Februar hatte der US-amerikanische Pionier für E-Autos Tesla ähnliche Pläne bekanntgegeben, wie relevant.at berichtet hatte. Die „Giga-Fabrik“ von Tesla soll 2020 in Betrieb gehen, 6.500 neue Arbeitsplätze schaffen und Batterien für 500.000 E-Autos jährlich produzieren. Tesla hat angekündigt, mit dieser neuen Fabrik Auto-Akkus um 30 Prozent günstiger produzieren zu können, als das aktuell der Fall ist.

Auch Tojner plant nicht in kleinen Dimensionen: „Das wäre ein Mammutprojekt für uns". Und er ergänzt, dass so ein Projekt nicht aus eigener Kraft zu finanzieren wäre. Bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Wien stellte Michael Tojner aber klar, dass er die Fabrik nur bauen würde, wenn die Auftragslage von Autoherstellern gesichert wäre. Tojner kritisierte, dass Hersteller von E-Autos derzeit vollkommen von Akku-Lieferanten aus Asien abhängig wären und ergänzte: „Selbst wenn wir nur dritter Zulieferer bei BMW und Co. wären, wäre unsere Fabrik ausgelastet."

In welchem Land eine solche „europäische“ Batteriefabrik errichtet werden sollte, ließ Tojner offen. „Die kann überall stehen, auch in Deutschland" meinte Tojner und ließ nicht unerwähnt, dass er dabei auf staatliche Förderungen hoffe.

Varta forscht bereits seit einigen Jahren in einem Joint Venture mit Volkswagen an Prototypen für E-Akkus. Die Forschungsarbeiten seien abgeschlossen. "Wir verhandeln mit VW und anderen deutschen Herstellern über Verträge", sagte Tojner. Bereits  2017/18 sollen die Batterien serienmäßig in Autos einsetzbar sein.

Tojner betonte aber, dass ihm klar sei, dass sich die Verbreitung der E-Mobilität bei weitem nicht so rasant wie vermutet entwickelt habe. Er zeigte sich aber überzeugt, dass sowohl die Energiewende wie auch die Wende von Benzinautos hin zu Stromautos kommen wird – nur eben langsamer als erhofft. „Vielleicht braucht die E-Mobilität noch 15 Jahre, bis sie sich durchsetzt. 2020 werden wir erst 5 bis 6 Prozent elektro- bzw. hybridgetriebene Autos haben." Die gesetzlich verordnete Reduktion des CO2-Ausstoßes für Autos mit Verbrennungsmotoren, die ab 2020 in der EU nur noch maximal als 95 Gramm Kohlendioxid emittieren dürfen, gibt ihm Mut.

(relevant Redaktion)

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