Quelle: ZAMG

Kenianer unter Dopingverdacht

26.08.2015 - 09:53
Zwei Leichtathletik-Sportlerinnen aus Kenia sollen bei der WM gedopt gewesen sein. 400-m-Läuferin Joyce Zakary und Hürdenspezialistin Koki Manunga wurden offenbar positiv getestet.
Doping bei Sportlern aus Kenia© cozyta – shutterstock.comDoping bei Sportlern aus Kenia

Der derzeit stattfindenden Leichtathletik-WM in Peking droht ein großer Dopingskandal.

Laut Berichten von Medien aus Kenia wurden 400-m-Läuferin Joyce Zakary und Hürdenspezialistin Koki Manunga nach ihren Vorläufen positiv getestet. Sollte auch die B-Probe positiv sein, wären dies nach vielen Gerüchten im Vorfeld der WM, die ersten tatsächlich festgestellten Dopingfälle bei den Titelkämpfen in China.

Wie das News-Portal sportnewsarena berichtet, soll bei den beiden Läuferinnen ein maskierendes Mittel für eine unbekannte Dopingsubstanz im Blut gefunden worden sein.

Sowohl den Sportlerinnen selbst wie auch dem Verband sei das positive Ergebnis sofort am Montag mitgeteilt worden. Seitens der Teamleitung aus Kenia liegt derzeit noch keine Reaktion  zu den Vorwürfen vor.

Nachdem Zakary im Vorlauf am Montag in 50,71 Sekunden Landesrekord über 400 m gelaufen war, zum Halbfinale am Dienstag aber ohne Angabe von Gründen nicht angetreten war, machten bereits Gerüchte in Peking die Runde.

Der sensationelle Gold-Lauf des Kenianers Nicholas Bett über 400 m Hürden und andere überraschende Erfolge der Kenianer bei der WM werden nun in einem schiefen Licht gesehen. Bei der WM in Peking führten die Kenianer den Medaillenspiegel nach vier Wettkampftagen deutlich an.

Der nationale Verband Kenia Athletics steht seit Jahren wegen Dopings in der Kritik. So sind in den letzten drei Jahren über 30 Athleten aus Kenia wegen Dopings gesperrt worden. Experten gehen davon, dass die Dunkelziffer noch weit höher sein dürfte. Laut dem deutschen TV-Sender ARD soll der Verband Kenias systematisch Doping-Missbrauch unterstützt und aktiv Vertuschung betreiben.

(relevant Redaktion)

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