Quelle: ZAMG

Ferrari: Di Montezemolo tritt zurück

10.09.2014 - 10:45
Offenbar auf Druck von FIAT-Chef Sergio Marchionne wirft Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo das Handtuch und tritt zurück.
Di Montezemolo wirft das Handtuch© APADi Montezemolo wirft das Handtuch

Am vergangenen Wochenende beim Grand Prix in Monza hatte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo noch versichert, nicht zurückzutreten. Doch am Mittwoch war es dann doch soweit und Montezemolo muss seinen Hut nehmen.

Gerüchten zu folge soll ihn FIAT-Chef Sergio Marchionne seit Wochen zum Rückzug aufgefordert haben und am Montag in einem persönlichen Gespräch seinem Wunsch nochmals deutlich Nachdruck verliehen haben.

„Ferrari wird im Rahmen des anstehenden Börsengangs an der Wall Street eine wichtige Rolle innerhalb der FCA Gruppe spielen. Dadurch entsteht eine neue und andere Phase, die vom CEO der Gruppe angeführt werden sollte", zeigte sich di Montezemolo in seiner Stellungnahme gewohnt loyal.

Deshalb habe ich mich dazu entschieden, meinen Posten als Vorsitzender nach beinahe 23 fantastischen und unvergesslichen Jahren (plus jene mit Enzo Ferrari in den 70ern) zu räumen", ergänzte der langjährige Ferrari-Boss wehmütig. „Ferrari ist eines der wundervollsten Unternehmen der Welt. Es war mir eine Ehre und ein Privileg, dieses Unternehmen zu führen. Ich habe all meine Begeisterung und Entschlossenheit in diese Jahre investiert. Gemeinsam mit meiner Familie wird Ferrari für mich immer das Wichtigste in meinem Leben bleiben."

Doch FIAT-Chef Sergio Marchionne blieb bei einem Blick auf die tatsächlich erzielten Erfolge wohl keine andere Wahl. „Wir haben seit 2008 keinen Titel mehr gewonnen. Das geht nicht“, analysierte er trocken.

Am Wochenende fielen dann weitere klare Worte von Marchionne in Monza: „Ich bin seit Jahren ein Tifosi und es macht mich traurig Ferrari in diesem Zustand zu sehen. Ferrari hat die besten Fahrer der Welt, exzellente Mitarbeiter in der Garage und kompetente Ingenieure. Wenn ich das alles im Hinterkopf halte und mir dann die Bilanz der letzten Jahre anschaue, dann kann ich das nicht akzeptieren. Wir haben seit 2008 keinen Titel mehr gewonnen. Das geht nicht."

(relevant Redaktion)

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