Quelle: ZAMG

eSport boomt: FC Basel steigt in die eChampions League ein

15.11.2018 - 09:24
Der eSport boomt: Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die eChampions League zur Realität wird und den Fifa eWorld Cup, der im nächsten Jahr stattfinden wird, ergänzen soll. Immer mehr reale Fußballvereine springen auf diesen Zug auf. Auch der FC Basel, einer der größten Fußballvereine in der Schweiz, glaubt an die Zukunft des eSports.
FC Basel steigt in die eChampions League© unsplash.comFC Basel steigt in die eChampions League

Der Trend der letzten Jahre bestätigt dies. Die Zuschauerzahlen steigen, die Preisgelder sind mittlerweile immens. Sogar Sponsoren wissen dies zu schätzen und gehen gezielt auf die Fußballvereine zu, um sich im "elektronischen Sport" zu engagieren. Auch deutsche Vereine, wie Schalke 04 oder der VfL Wolfsburg haben sich schon beteiligt. Der Hamburger SV plant eine Teilnahme an der TAG Heuer Virtuellen Bundesliga (VBL) und sucht derzeit aktiv nach erfolgreichen eSportler für den eigenen Kader.

Fußball-Magazine und Online-Portale haben längst gemerkt, dass sie nicht nur über den realen Sport, sondern auch über das Geschehen auf dem virtuellen Platz berichten müssen. Denn die Fans interessieren sich immer mehr für die Ereignisse rund um die Spielkonsole. Und selbst Wettbüros nutzen den virtuellen Sport, um ihren Kunden eine weitere Möglichkeit für Online Sportwetten zu bieten.

 

So funktioniert die eChampions-League

Für die eChampions-League wird das Videospiel "Fifa 19" sowie die Spielkonsole "Playstation 4" genutzt. Im März werden die eSportler damit erstmals um den Einzug in die Qualifikationsspiele kämpfen. Anschließend werden in mehreren Ausscheidungsturnieren die 64 besten Spieler der Welt ermittelt. Diese werden im April bei Live-Qualifikations-Event gegeneinander antreten, um die acht Finalisten für das große eChampions-League-Final auszumachen. Es lohnt sich: Dem Gewinner winkt ein Preisgeld von 100.000 Dollar, insgesamt werden sogar 280.000 Dollar an die Spieler vergeben. Darüber hinaus gibt es 850 der begehrten Global Series Points zu gewinnen, ein wichtiger Schritt für die Qualifikation zum FIFA eWorld Cup.

Die Verknüpfung zum realen Fußball wird dabei nie verloren. Das Finale findet am 31. Mai 2019 statt - nur einen Tag vor dem großen Endspiel der realen Champions League im Wanda Metropolitano. Weitere Verbindung: Die besten acht eSportler, die im Finale gegeneinander antreten, dürfen nur auf Fußballer zurückgreifen, die die Gruppenphase der Champions League erreicht haben. Die Grenzen zwischen dem elektronischen und traditionellen Fußball soll möglichst klein gehalten werden.

 

Der FC Basel greift nach dem Sieg

Der FC Basel hat nicht nur die Teilnahme an der eChampions League bestätigt. Der bekannte Schweizer Fußballverein hat auch seinen Kader an Fifa-Gamern bereits veröffentlicht. Der 24-jährige Luca "Lubo" Boller wird ebenso um den Sieg kämpfen, wie sein fünf Jahre jüngerer Mannschaftskollege Nicolás "Nicolas99FC" Villalba. Auch der deutsche Fifa-Meister Tim Katnawatos (19) alias "The Strxnger" gehört zum Kader der Schweizer.

Nur einer von vier Gamern des FC Basel muss zuschauen: Florian «CodyDerFinisher» Müller (19) nutzt die Xbox von Microsoft für seine Spiele. "Die eChampions League wird von Sony gesponsert, daher machen nur unsere Playstation-Jungs mit", verrät Joachim Reuter, der beim FC Basel für den Bereich des eSports verantwortlich ist. "Unser Team wird sich entsprechend vorbereiten und versuchen, sich für dem Final im Mai zu qualifizieren. Wir sind aber gut unterwegs und zuversichtlich auf dem hohen Level spielen zu können."

 

eGamer genau wie die Profis

"eSports bewegt die Massen", erklärte Roland Heri, Geschäftsführer des FC Basel. "Wir wollen in diesem Feld gut aufgestellt sein, um auch künftig national wie international eine ambitionierte und führende Rolle einnehmen zu können." Dafür tut der Verein einiges. Die Gamer bekommen ein Gehalt und werden vom FC Basel stark unterstützt - genau wie die Profis. "Zum Beispiel, wenn sie einen Mental Coach oder einen Ernährungsberater an ihrer Seite haben wollen", sagt Joachim Reuter. Immer sechs bis acht Stunden pro Tag verbringen die eSportler an der Spielkonsole, um sich auf die kommenden Events vorzubereiten. Im Mai wird sich zeigen, ob sich das Engagement des FC Basel im eSport lohnt.

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