Quelle: ZAMG

Siege für Salzburg und Rapid in der EL

20.09.2018 - 23:22
Munas Dabbur staubte per Kopf zum 1:0 ab© APA (dpa)Munas Dabbur staubte per Kopf zum 1:0 ab

Mit zwei Siegen sind Österreichs Meister Red Bull Salzburg und Rekordmeister Rapid in die Gruppenphase der Europa League gestartet. Zunächst erwischte Rapid einen Traumstart und gewann den Auftakt der Gruppe G zu Hause gegen Spartak Moskau verdient mit 2:0. Danach legte Salzburg in Gruppe B einen sensationellen 3:2-Sieg beim Reb-Bull-"Stallrivalen" RB Leipzig nach.

In Wien schickte Rapid-Trainer Goran Djuricin dieselbe Startelf wie im Derby gegen die Austria (0:1) aufs Feld. Ein ähnliches Chancenfeuerwerk wie am vergangenen Wochenende sahen die 21.400 Zuschauer aber nicht. Vorsicht war in der ersten Halbzeit angesagt, beide Mannschaften waren in erster Linie bedacht, kein Tor zu bekommen.

Spartak versuchte vor allem, über die rechte Rapid-Seite anzugreifen und kam auch gelegentlich durch. Die erste Offensivaktion der Mannschaft von Trainer Massimo Carrera war gleich die gefährlichste vor der Pause, Timofejew schoss aber aus kurzer Distanz direkt auf Torhüter Richard Strebinger (12.).

Unmittelbar danach tauchte Rapid vor dem gegnerischen Strafraum auf. Ein Weitschuss von Christoph Knasmüllner ging knapp daneben (13.), auch Murg war ohne Erfolg (14.). Die Grün-Weißen waren in Folge die aktivere Mannschaft, hatten das Spiel im Griff, wurden aber mit Ausnahme eines Knasmüllner-Schusses (24.) nicht mehr gefährlich.

Aus der Kabine kamen die Rapidler aber mit viel Elan, Zielstrebigkeit und Mut und belohnten sich auch schnell. Nach einem Murg-Eckball kam Mert Müldür zum Kopfball, der Abwehrversuch von Torhüter Aleksandr Maksimenko landete am Körper von Artem Timofejew, von dem der Ball über die Linie sprang (50.).

Kurz darauf hatte Rapid auch Glück. Ein Freistoßknaller von Fernando aus fast 30 m landete am Lattenkreuz, beim folgenden Abstauber stand Salvatore Bocchetti im Abseits (56.). Es sollte die einzige echte Ausgleichschance sein. Rapid wankte nicht, sondern legte nach. Nach idealem Pass von Stefan Schwab in die Tiefe überspielte Thomas Murg den Torhüter und schob zum 2:0 ein (68.).

Spartak versuchte danach, Druck zu machen, hatte aber nur eine Chance auf den Anschlusstreffer. Ze Luis vergab kläglich, er schoss aus aussichtsreicher Position weit über das Tor (73.).

Mit dem Erfolg gegen die favorisierten Russen hat sich Rapid eine gute Ausgangsbasis geschaffen, um bei der siebenten Teilnahme an der EL-Gruppenphase zum zweiten Mal aufzusteigen. Die Hütteldorfer gehen als Tabellenführer in die nächste Partie am 4. Oktober auswärts bei den Glasgow Rangers, die bei Villarreal ein 2:2 holten.

Im Spätspiel folgte dann der große Auftritt der Salzburger. Den ersten Aufreger gab es bereits in der 9. Minute, als Salzburgs Reinhold Yabo der Leipzig-Verteidigung auf und davon lief. Ibrahima Konate klärte als letzter Mann in höchster Not, traf dabei aber den Ball nicht. Der schwedische Schiedsrichter Andreas Ekberg ließ in dieser Situation jedoch weiterspielen. Nach 18 Minuten versuchte es Kevin Kampl aus der Distanz, doch Alexander Walke im Salzburg-Tor war aufmerksam.

Der Salzburger Führung zwei Minuten später ging eine Fehlerkette zweier Ex-Salzburger voraus. Ilsanker leitete mit einer misslungenen Rückgabe den Angriff ein, Dayotchanculle Upamecanos Abwehrversuch brachte Leipzig-Tormann Yvon Mvogo in höchste Bedrängnis, den Abstauber verwertete Dabbur per Kopf ohne Mühe.

Wenig später legte Haidara nach. Nach einem schönen Lochpass von Hannes Wolf bediente Kapitän Andreas Ulmer den möglichen Leipzig-Neuzugang im Winter, der nur einschieben musste. Danach kontrollierte Salzburg das Geschehen, von Leipzig war erschreckend wenig zu sehen. Die Deutschen hatten bei Kontersituationen der Österreicher immer wieder Mühe, die Situation zu bereinigen.

Rangnick versuchte zur Pause seiner Mannschaft mit einem Dreifachwechsel neues Leben einzuhauchen. Youssouf Poulsen, Marcel Halstenberg und Diego Demme sollten den Umschwung bringen. Die erste nennenswerte Chance hatten aber die Gäste. Dabbur traf nach 55 Minuten mit einem gefühlvollen Flachschuss aber nur die Stange.

Auch im weiteren Verlauf behielten die Salzburger Bullen die Zügel in der Hand. Wolf bzw. der starke Xaver Schlager verfehlten das Tor bei Schüssen von der Strafraumgrenze (beide 65.).

In der 70. Minute kam Leipzig aus dem Nichts zum Ausgleich. Laimer luchste dem unaufmerksamen Ulmer den Ball im Strafraum ab und schob den Ball unter Walke ins Tor. Danach prüfte der eingewechselte Matheus Cunha Walke (80.), zwei Minuten später traf Poulsen per Kopf zum Ausgleich.

Als alles mit einem Remis rechnete, schloss der eingewechselte Gulbrandsen eine Traumkombination über Zlatko Junozovic, der den Ball mit einer Skorpionbewegung weiterleitete, und Wolf mit seinem zweiten Saisontor ab.

Am 4. Oktober geht es nun für beide österreichischen Teams gegen Mannschaften aus Glagow. Während die Salzburger daheim die Celtics (1:0 gegen Trondheim) empfangen, muss Rapid zu den Rangers, die bei Villarreal ein 2:2 holten.

(APA)

Home
Politik
Chronik
Wirtschaft
Sport
Kultur
Society
Life
Reise
Motor
Hightech