Quelle: ZAMG

St. Pölten und Austria mit späten Toren zum Sieg

01.09.2018 - 19:20
St. Pöltens Fountas erzielte den Siegtreffer© APASt. Pöltens Fountas erzielte den Siegtreffer

Der SKN St. Pölten ist in der noch jungen Saison der Fußball-Bundesliga weiter auf Erfolgskurs. Die Niederösterreicher gewannen am Samstag beim SCR Altach dank eines harten Last-Minute-Elfmeters mit 2:1 und festigten Platz zwei hinter Titelverteidiger RB Salzburg. Die Austria drehte dank später Treffer die Partie gegen Mattersburg, siegte ebenso 2:1 wie Wacker Innsbruck gegen Hartberg.

St. Pölten ging in Altach in einer ereignisarmen ersten Halbzeit mit der letzten Aktion durch Kwang Ryong Pak in Führung (45.). In der zweiten Hälfte legte Altach aber einen Gang zu und kam durch Benedikt Zech (66.) zum verdienten Ausgleich. In der 93. Minute verwertete Taxiarchis Fountas einen ungerechtfertigten Elfmeter zum 2:1-Sieg.

Den 3.248 Zuschauern wurde 45 Minten lang wenig geboten. Den Vorarlbergern war das fehlende Selbstvertrauen nach dem enttäuschenden Saisonstart anzumerken. Der Grabherr-Elf gelangen kaum gute Offensivaktionen. St. Pölten hatte die Partie gut im Griff, aber durch Sandro Ingolitsch, dessen Schuss Torhüter Andreas Lukse aus dem Kreuzeck fischte (14.), auch nur eine Torchance - bis Pak zuschlug. Der Nordkoreaner verwertete eine Flanke von Daniel Luxbacher per Kopf zur Führung der Gäste.

Nach der Pause vergab zunächst Pak die große Chance auf das 2:0 (51.), danach wurde Altach aber immer stärker und auch gefährlicher. Manfred Fischer (58.) und Grbic (62.) vergaben die ersten guten Möglichkeiten, wenig später erlöste Zech sein Team. St. Pölten-Torhüter Christoph Riegler konnte einen Fischer-Schuss und den ersten Versuch von Zech noch parieren, beim dritten Mal musste er sich aber geschlagen geben. Für Riegler war es der erste Gegentreffer nach 456 Minuten.

Als alles schon nach einer Punkteteilung aussah, schlug St. Pölten aber noch einmal zu. Husein Balic fiel bei einem Tackling von Christian Gebauer über dessen Beine, Schiedsrichter Oliver Drachta entschied aber auf Elfmeter, den Fountas sicher verwertete.

Für die Wiener Austria war der Erfolg gegen Mattersburg der 500. Heimsieg in der 1974 gegründeten Fußball-Bundesliga. Dabei stand den Wienern zum Auftakt der sechsten Runde das nötige Glück zur Seite. Lucas Venuto mit einem Elfmetertor (78.) nach einem strittigen Pfiff von Schiedsrichter Christopher Jäger und Alexander Grünwald (79.) drehten die Partie vor 9.046 Zuschauern mit einem Doppelschlag im Finish.

Die "Veilchen" gingen ambitioniert in die Partie und machten vom Start weg viel Druck. Der Führungstreffer fiel aber nicht, da Alon Turgeman aus bester Position nicht richtig zum Abschluss kam (8.). Die Burgenländer setzten wie erwartet auf eine Kontertaktik. Gefährlich wurden sie vorerst zweimal (10., 20.) durch Schüsse des aufgerückten Außenverteidigers Alois Höller.

Mehr zu sehen war von den Hausherren, doch sowohl Turgeman (23.) als auch Bright Edomwonyi (25./Kopfball) fanden ihren Meister in Mattersburg-Goalie Markus Kuster. Es waren die letzten Wiener Offensivakzente vor der Pause. Die Gäste kamen mit Fortdauer immer besser in die Partie und wurden mit dem überraschenden 0:1 belohnt. Nach einer Pentz-Abwehr reagierte Jano blitzschnell und traf am Goalie vorbei ins Eck. Danach war aufseiten der Hausherren die Verunsicherung spürbar.

Das änderte sich auch über weite Strecken in Hälfte zwei nicht. Den Wienern gelang lange nichts - bis zur Schlussphase. Nach einem Zweikampf von Thorsten Mahrer mit Edomwonyi entschied Jäger auf Elfmeter. "Joker" Venuto ließ sich die Chance nicht entgehen. Gleich darauf schloss Grünwald eine schöne Aktion mustergültig ab. Die Schlussoffensive der Gäste brachte nichts mehr ein.

Wacker Innsbruck entschied das Aufsteiger-Duell mit dem TSV Hartberg für sich. Beim 2:1-Heimerfolg am Tivoli war Dominik Baumgartner mit zwei Kopfballtoren der Matchwinner (38., 55.). Zakaria Sanogo hatte die Führung für die auswärts weiter punktlosen Steirer erzielt (9.). In der Schlussphase scheiterte Hartberg-Torjäger Dario Tadic mit einem schwach geschossenen Elfmeter an Wacker-Goalie Christopher Knett (89.).

Nach dem frühen Führungstreffer der Altacher erwiesen sich die Hausherren als die dominantere Mannschaft. Der Ausgleich durch Baumgartner, der im Nachsetzen nach seinem eigenen Lattenkopfball einköpfelte (38.), kam daher verdient.

Hartberg-Trainer Markus Schopp reagierte zur Pause, um den quirligen Dieng in den Griff zu bekommen. Flecker und später Tobias Kainz versuchten sich erfolgreicher als Siegfried Rasswalder als Gegenspieler. Zum Verhängnis wurde den Steirern aber wie beim 1:1 und zuletzt gegen den LASK eine Standardsituation. Baumgartner war neuerlich per Kopf nach einer Ecke zur Stelle (55.).

Wacker zog sich nach der erstmaligen Führung früh zurück. Das rächte sich beinahe, weil Schiedsrichter Gerhard Grobelnik in der 88. Minute einen harten Hands-Elfmeter gegen Ex-Hartberger Stefan Meusburger pfiff. Doch Knett parierte den von Tadic zu zentral geschossenen Strafstoß und hielt den zweiten Tiroler Saisonsieg fest.

Die sechste Bundesliga-Runde wird am Sonntag (17.00 Uhr) mit den Partien Sturm Graz - Rapid, RB Salzburg - Admira und LASK - WAC abgeschossen.

(APA)

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