Quelle: ZAMG

Salzburg und Sturm behielten in Bundesliga weiße Weste

04.08.2018 - 19:34
Ramalho erlöste die Salzburger sehr spät© APARamalho erlöste die Salzburger sehr spät

Fußball-Meister Red Bull Salzburg hat mit zwei späten Toren gegen Mattersburg die weiße Weste behalten. Das Team von Marco Rose hält nach dem 2:0 (0:0) in der zweiten Liga-Runde ebenso bei sechs Punkten wie Sturm Graz. Die "Blackys" mussten beim 3:2 (1:0) in Innsbruck trotz Dreitorevorsprung bis zum Ende zittern. Für Rapid hat es bei der Heimpremiere gegen Altach nur zu einem 1:1 (1:0) gereicht.

Fußballmeister Salzburg feierte in Mattersburg einen hart erkämpften Last-Minute-Sieg. Nachdem man über 90 Minuten erfolglos gegen das Defensivbollwerk der Burgenländer angelaufen war, erlösten Andre Ramalho (93.) und Munas Dabbur (95.) die "Bullen" erst in der Nachspielzeit.

Das Duo sorgte damit nicht nur für die vorläufige Tabellenführung der Salzburger, sondern auch für eine gelungene Generalprobe für die Champions-League-Qualifikation. Dort empfängt man am Mittwoch den mazedonischen Meister Shkendija Tetovo.

Die auffälligste Änderung in Salzburgs Elf fand in der Defensive statt: Stefan Lainer, der zum Auftakt seiner Enttäuschung über den geplatzten Wechsel zu Napoli Luft gemacht hatte, fehlte erkrankt. Weil auch Patrick Farkas (Kreuzbandriss) nicht zur Verfügung stand, agierte der eigentlich zentrale Mittelfeldmann Enock Mwepu an seiner Stelle. Neuzugang Zlatko Junuzovic spielte erstmals in der Liga von Beginn an, im Sturm war neben Munas Dabbur auch Reinhold Yabo zu Gange.

Für Salzburg wurde es bei quälend hohen Temperaturen die erwartet mühsame Partie gegen eine massierte, körperbetont agierende Defensive. Lange vermochte man es nicht, Gefahr aufzubauen - gut 73 Prozent Ballbesitz vor der Pause halfen nichts. In der Nachspielzeit kam aber Ramalhos Schuss, der via Innenstange ins Tor prallte. Dabbur erhöhte zwei Minuten später nach einem Ballverlust der verzweifelt nach vor stürmenden Mattersburger noch auf 2:0.

Beim ersten Bundesliga-Spiel auf dem Innsbrucker Tivoli nach mehr als vier Jahren gewannen die Grazer gegen Wacker Innsbruck mit 3:2 (1:0). Die Innsbrucker warten nach einer neuerlichen guten Leistung und zwischenzeitlichem 0:3-Rückstand dagegen weiter auf den ersten Punkt nach der Bundesliga-Rückkehr.

Sturm-Trainer Heiko Vogel stellte gegenüber der Niederlage in der Champions-League-Qualifikation gegen Ajax Amsterdam in der Abwehr wieder von einer Vierer- auf eine Dreierkette um und setzte mit Anastasios Avlonitis, Lukas Grozurek und Markus Pink auf drei Neue. Auch Wacker-Trainer Karl Daxbacher stellte gegenüber der Auftaktniederlage bei Austria Wien in der Abwehr von einer Fünfer- auf eine Viererkette um und brachte mit Daniele Gabriele eine zusätzliche Offensivkraft.

In der Anfangsphase war Innsbruck die aktivere Mannschaft, Sturm präsentierte sich zunächst fehlerhaft. Grozurek traf aber in der 21. Minute nach einer kurz abgespielten Ecke unbedrängt von der Strafraumgrenze. Auch nach der Grazer Führung blieben die Innsbrucker die aktivere Mannschaft und hatten noch vor der Pause zwei Ausgleichschancen.

Sturm kam aber besser aus der Kabine und hatte durch Philipp Hosiner schnell zwei Chancen auf das 2:0 (47., 50.). In der 56. Minute war es dann aber so weit: Innsbruck-Tormann Knett rettete gegen Hosiner, Pink übernahm den Abpraller und traf von der Strafraumgrenze ins verwaiste Tor. In der 60. Minute traf Grozurek aus 18 Metern ins lange Eck und sorgte damit für die Entscheidung.

Die Gastgeber steckten trotzdem nicht auf, zeigten Moral und kamen wieder besser ins Spiel. In der 73. Minute traf Dedic per Kopf die Querlatte. Martin Harrer gelang in der 77. Minute nach einem schlechten Rückpass von der Strafraumgrenze ins leere Tor das 1:3. In der 83. Minute schoss Harrer nach einem sehenswerten Sololauf noch den Anschlusstreffer. Die Innsbrucker witterten danach die Ausgleichschance, mit der Brechstange kam Wacker aber zu keiner nennenswerten Chance mehr. In der Nachspielzeit ging dagegen eine Rettungsaktion von Matthias Maak vor dem Innsbrucker Tor an die Stange.

Der SK Rapid Wien verpatzte seinen Heimauftakt in der Fußball-Bundesliga. Die Hütteldorfer kamen am Samstag trotz langer Führung gegen den SCR Altach nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und mussten die Tabellenführung abgeben. Nach einem Tor von Rückkehrer Deni Alar (35.) gelang dem eingewechselten Hannes Aigner (88.) noch der Ausgleich.

Rapid kassierte damit im dritten Pflichtspiel der Saison nicht nur das erste Gegentor, sondern verließ auch erstmals nicht als Sieger den Platz. Die Generalprobe für den ersten Europacup-Auftritt, das Drittrunden-Hinspiel der Europa-League-Qualifikation bei Slovan Bratislava, ist ebenfalls misslungen.

Am Sonntag wird die zweite Runde mit den Partien Wolfsberg - Austria, LASK - St. Pölten und Hartberg - Admira beschlossen.

(APA)

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