Quelle: ZAMG

Rapid erster Tabellenführer - 4,5 Tore im Schnitt pro Spiel

29.07.2018 - 19:47
Rapid ist nach dem 3:0 gegen die Admira Tabellenführer© APARapid ist nach dem 3:0 gegen die Admira Tabellenführer

Die erste Runde der Fußball-Bundesliga-Saison 2018/19 hat Rapid Wien am Sonntag als ersten Tabellenführer hervorgebracht. Die Hütteldorfer besiegten die Admira auswärts 3:0. Serienmeister Salzburg startete mit einem ungefährdeten 3:1 gegen den LASK in die Saison. St. Pölten feierte mit dem 4:3 gegen den WAC ein Last-Minute-Erfolgserlebnis. Im Schnitt fielen in Runde eins pro Spiel 4,5 Treffer.

Rapid gelang bei der Admira der erste Auswärtssieg zum Liga-Start seit 2004 (5:1 in Bregenz). Für die aufgrund eines Magen-Darm-Virus arg ersatzgeschwächten Admiraner begann der Tag alles andere als vielversprechend. Beim Aufwärmen verletzte sich Innenverteidiger Bjarne Thoelke. Für ihn rückte Jonathan Scherzer auf die ungewohnte Innenverteidiger-Position.

Die Admira-Notelf war dem Dritten der abgelaufenen Saison von Anpfiff weg unterlegen. Thomas Murg konnte die erste Chance nach einem Doppelpass mit Christoph Knasmüllner etwas glücklich - Wilhelm Vorsager fälschte ab - erfolgreich abschließen. Nach 18 Minuten scheiterte die gleiche Kombination an Schlussmann Andreas Leitner. Auch ein Schuss von Neuzugang Marvin Potzmann brachte vorerst kein weiteres Erfolgserlebnis (20.).

Besser machte es Andrei Ivan. Der Rumäne schloss einen sehenswerten Angriff über Bolingoli und Knasmüllner trocken ab, profitierte aber von einer desolaten Abwehrleistung der Gastgeber. Aus einem individuellen Fehler resultierte auch der dritte Treffer nach 44 Minuten. Der erst 17-jährige Emanuel Aiwu - in der Vorsaison teil der Admira-U18-Meistermannschaft - fabrizierte beim Versuch den Ball zu klären ein Luftloch, der belgische Außenverteidiger von Rapid schob ein.

Damit war das Ende einer Unserie aus Sicht der Hütteldorfer besiegelt. Unter Trainer Goran Djuricin setzte in bisher drei Südstadt-Gastspielen nur Niederlagen. Die Admiraner hingegen warten seit nunmehr sieben Pflichtspielen auf einen vollen Erfolg.

Mit phasenweise meisterlichem Angriffs-Fußball startete Red Bull Salzburg in die neue Saison. Die Salzburger bestätigten beim unterhaltsamen 3:1 gegen den LASK auf Anhieb die Ansprüche auf den sechsten Meistertitel in Folge. Salzburg-Trainer Marco Rose setzte zum Bundesliga-Auftakt auf altbewährte Kräfte: Alle in der Startelf stehenden Spieler waren bereits in der Vorsaison im Kader gestanden. Mit Ex-ÖFB-Teamspieler Zlatko Junuzovic saß die prominenteste Neuverpflichtung vorerst nur auf der Bank. WM-Starter Hwang Hee-chan stand trotz der Verletzung von Fredrik Gulbrandsen nicht im Kader. Rose setzte auf ein Angriffstrio Patson Daka, Reinhold Yabo und Dabbur - und überraschte damit LASK-Trainer Oliver Glasner.

Dabbur war gleich in die erste Topchance involviert. LASK-Goalie Alexander Schlager entschärfte den Versuch des Israelis aber, der vor dem Spiel als Torschützenkönig der abgelaufenen Saison geehrt wurde. Auch bei Xaver Schlagers Nachschuss aus kurzer Entfernung war der Schlussmann zur Stelle (2.).

Der LASK agierte abwartend und lauerte auf die Konterchance. Die erste bot sich in Minute zwölf, Samuel Tettehs Schuss zog knapp über dem Tor von Salzburgs Liga-Nummer-eins Cican Stankovic vorbei. Just als die Oberösterreicher mutiger wurden, kombinierte sich der Titelverteidiger zum Führungstor: Irritiert vom vor ihm auftauchenden Munas Dabbur beförderte Alexander Schlager einen Stanglpass von Andreas Ulmer ins eigene Tor (22.).

Der LASK, der vor drei Tagen beim 4:0 gegen Lilleström im Europacup noch für Furore gesorgt hatte, war in dieser Phase hoffnungslos überfordert. Die Konsequenz war das 2:0 und 3:0 der Salzburger. Erst war Dabbur nach Yabo-Dribbling und Zuspiel zur Stelle (31.). Dann stand der Israeli bei einem doppelt abgefälschten Schuss von Haidara goldrichtig und schob problemlos zu seinem zweiten Treffer ein (38.).

Der LASK kam aufrechten Ganges aus der Kabine: James Holland zog nach Thomas Goigingers Querpass von der Strafraumgrenze ab, Stankovic lenkte die Direktabnahme des Australiers an die Querlatte (50.). Salzburg schaltete bereits früh zurück und attackierte die Linzer später als noch zu Beginn. Nach gut einer Stunde gab Junuzovic nach über sechs Jahren seine Bundesliga-Rückkehr.

Die Glasner-Elf präsentierte sich in Hälfte zwei verbessert und vermochte auch immer wieder ihr Offensivpotenzial zu zeigen. In der 68. Minute legte Salzburgs Schlager Goiginger knapp außerhalb des Strafraums, der insgesamt unglücklich agierende Schiedsrichter Lechner entschied dennoch auf Elfmeter. Ullmann verlud Stankovic zum 1:3. Zuvor hatten die Salzburger den Ball nach einer Ecke noch mit vereinten Kräften von der Linie gekratzt (68.).

Ein turbulentes Duell lieferten einander St. Pölten und der WAC. Die Kärntner schienen drei Punkte aus der NV-Arena zu entführen, doch der SKN drehte im Finish nochmals das Match zum 4:3-Sieg. Die Gastgeber waren nach 2:0-Führung sogar in Rückstand geraten, doch Rene Gartler (88.) und Husein Balic (92.) ließen die "Wölfe"-Fans doch noch jubeln.

WAC-Neo-Coach Christian Ilzer und sein Team waren nah dran am Erfolg, doch ein Elfmetertor von Gartler kurz vor Schluss brachte die Heimischen ins Match zurück. Balic kam im Strafraum zu Fall, der Pfiff von Referee Robert Schörghofer schien nicht unumstritten. Ex-LASK-Spieler Gartler ließ sich die Chance zum Ausgleich nicht entgehen und der in der 82. Minute eingewechselte Balic rettete dem Team von Dietmar Kühbauer in der Nachspielzeit sogar noch drei Punkte.

Der Burgenländer hatte nach seinem Amtsantritt die letzten drei Matches der vergangenen Saison und auch die sechs Vorbereitungsspiele gewonnen. Nach dem Cup-Erfolg gab es nun auch einen erfolgreichen Meisterschaftsauftakt.

Bereits am Freitag eröffnete die Wiener Austria mit einem 2:1 gegen Innsbruck die neue Spielzeit. Zudem feierten Cupsieger Sturm Graz (3:2 gegen Hartberg) und Mattersburg (3:2 in Altach) am Samstag Auftaktsiege. Mit 27 Toren (durchschnittlich 4,5/Spiel) wurde der Bundesliga-Startrekord aus der Saison 1986/87 eingestellt.

(APA)

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