Quelle: ZAMG

Knappe Bundesliga-Auftakterfolge für Sturm und Mattersburg

28.07.2018 - 19:23
Steiermark-Derby verlief lange ausgeglichen© APASteiermark-Derby verlief lange ausgeglichen

Sturm Graz ist mit einem Sieg in die neue Fußball-Bundesliga-Saison gestartet. Der Cupsieger mühte sich am Samstag vor eigenem Publikum gegen Aufsteiger TSV Hartberg zu einem 3:2. Mit demselben Ergebnis gewann Mattersburg auswärts bei Altach. Die erste Bundesliga-Runde wird am Sonntag mit den Partien Salzburg gegen LASK, Admira gegen Rapid sowie St. Pölten gegen WAC fortgesetzt.

Sturm startete im Vergleich zum 0:2 gegen Ajax an vier Positionen verändert und fand zunächst nicht ins Spiel, was Aufsteiger Hartberg prompt nützte. Nach einem weiten Pass von Rajko Rep ließ Zakaria Sanogo seinen Gegenspieler Filipe Ferreira schlecht aussehen und flankte zur Mitte, wo Anastasios Avlonitis den Ball relativ unbedrängt per Hechtkopfball im eigenen Tor versenkte.

Die Gastgeber tasteten sich nur langsam in die gegnerische Gefahrenzone. Zunächst flog ein abgefälschter Freistoß von Peter Zulj über das Tor (13.), sechs Minuten später landete der Ball nach einem Zulj-Corner vor den Füßen von Lukas Spendlhofer, der trocken einschoss.

Wieder sechs Minuten danach schien für den Vizemeister die Welt endgültig wieder in Ordnung zu sein. Einen langen Pass von Dario Maresic nahm sich Zulj im Strafraum mit der Brust herunter, schupfte den Ball über Siegfried Rasswalder und feuerte einen sehenswerten Volley ab. Goalie Rene Swete konnte kurz parieren, Pink stand goldrichtig und staubte zum 2:1 ab.

Die Führung hinterließ beim Favoriten jedoch keine befreiende Wirkung, ganz im Gegenteil. Die ambitionierten Hartberger setzten immer wieder Nadelstiche und haderten in der 27. Minute mit Schiedsrichter Rene Eisner, der nach einem Trikotvergehen von Stefan Hierländer gegen Michael Huber keinen Elfmeter gab. Das zweite Tor der Gäste war aber nur aufgeschoben - in der 47. Minute zog Tobias Kainz auf der rechten Seite davon und legte ideal für Tadic auf. Der Stürmer musste nur noch aus kurzer Distanz einschieben.

Im Finish schwanden bei der Elf von Ex-Sturm-Graz-Profi Markus Schopp schön langsam die Kräfte, Sturm drückte auf den Sieg und kam in der 82. Minute doch noch zum entscheidenden Tor. Hosiner, der kurz vor und nach seinem Treffer Top-Chancen ausließ, nahm sich einen Pass von Fabian Koch optimal mit und schob zum 3:2 ein.

In Altach nahm das Spiel nach einer auf beiden Seiten unsicheren Anfangsphase nach einer Viertelstunde Fahrt auf. Zunächst waren die Mattersburger aktiver und gingen in der 20. Minute durch Bundesliga-Debütant Kerschbaumer, der nach innen zog und von der Strafraumgrenze ins lange Eck traf, in Führung.

Nun wachten auch die Gastgeber auf und glichen mit der ersten gelungenen Offensivaktion aus. In der 26. Minute köpfelte der starke Hannes Aigner nach einer Flanke von Stefan Nutz unbedrängt ein. In der Folge gab es Chancen im Minutentakt auf beiden Seiten. Vor allem Altach hätte die Partie in dieser Phase entscheiden können. Christian Gebauer traf in der 32. Minute ebenso die Stange, wie Benedikt Zech zwei Minuten später per Kopf. Ebenfalls in der 34. Minute erzielte Marco Meilinger einen Treffer, allerdings knapp aus Abseitsposition.

In der zweiten Hälfte hatten wieder die Mattersburger den besseren Start. In der 52. Minute brachte Altach den Ball in mehreren Versuchen nicht aus der Gefahrenzone, schließlich zog Alois Höller aus rund 18 Metern volley ab und traf über Altach-Tormann Andreas Lukse hinweg zur neuerlichen Führung. Die Partie verlor im Vergleich zu den ersten 45 Minuten etwas an Schwung. Die auf beiden Seiten wackeligen Defensivreihen führten aber weiterhin für Torszenen.

Zum erneuten Ausgleich kam Altach durch einen umstrittenen Elfmeter. Mattersburg-Kapitän Nedeljko Malic berührte Jan Zwischenbrugger im Strafraum leicht, Schiedsrichter Dieter Muckenhammer entschied auf Strafstoß, Aigner verwandelte souverän. Auch der Mattersburger Siegestreffer entstand mithilfe eines Abwehrfehlers. Andreas Gruber hatte viel Zeit und Platz um zu flanken, Kvasina köpfelte aus kurzer Distanz kaum bedrängt ein (70.). Altach drückte zwar neuerlich auf den Ausgleich, kam aber zu keiner nennenswerten Torchance mehr.

(APA)

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