Quelle: ZAMG

Rapid im Cup souverän weiter, Admira mit Fehlstart

20.07.2018 - 22:26
Cup-Aufstieg war für Rapid nicht in Gefahr© APACup-Aufstieg war für Rapid nicht in Gefahr

Rapid Wien hat am Freitag den ersten Teil der Auftaktrunde im ÖFB-Cup standesgemäß beendet. Der dritte der abgelaufenen Fußball-Meisterschaft siegte in Kufstein ohne Mühe 5:0 (3:0). Nach Hartberg, dem LASK, Mattersburg und St. Pölten waren die Wiener der fünfte Bundesligist, der die nächste Runde erreichte. Nur Europacup-Starter Admira verlor in Neusiedl und schied damit aus.

Die Grün-Weißen stellten bereits nach fünf Minuten die Weichen Richtung Sieg. Neuzugang Andrei Ivan blieb im Duell mit Kufstein-Goalie Lukas Tauber cool und schob den Ball überlegt ein. Die Hütteldorfer bewiesen, dass sie die Aufgabe beim Club aus der Regionalliga Mitte ernst nahmen und drückten weiter aufs Tempo.

Rapid kombinierte gefällig und blieb vorm Tor eiskalt. Rückkehrer Deni Alar bediente nach 20 Minuten Veton Berisha. Der Norweger schob Tauber den Ball durch die Beine. Zehn Minuten vor Seitenwechsel trug sich Alar selbst in die Schützenliste ein.

Die Tiroler agierten ambitioniert, wirklich gefährlich wurden sie dem 14-fachen Cupsieger aber nicht. Ein Stangenschuss mit dem Halbzeitpfiff blieb die einzig nennenswerte Offensivaktion.

Nach der Pause gelang dem Außenseiter kein Comeback. Im Gegenteil bewies die Mannschaft von Goran Djuricin Charakter und beschränkte sich nicht aufs Verwalten. Alar (58.) und Ivan (62.) erzielten beide nach gut einer Stunde ihre jeweils zweiten Treffer (58.,62.).

Für die Admira war es am Neusiedler See die erwartet schwierige Partie. Lange rannten die Südstädter erfolglos an. In der 59. Minute hatte das Team von Trainer Ernst Baumeister die große Chance auf die Führung. Nach einem Foul an Dominik Starkl gab es Elfmeter, Neusiedl-Tormann Sebastian Schaufler wurde aber zum Helden und hielt den schwach geschossenen Elfmeter von Admira-Kapitän Daniel Toth.

Zehn Minuten später ging der Außenseiter dann in Führung. Osman Bozkurt verwandelte seine Chance vom Elfmeterpunkt souverän. Die Admira tat sich weiter schwer und erspielte sich bis zum Abpfiff kaum Chancen. Für die Südstädter ist das Ausscheiden sechs Tage vor dem ersten Auftritt in der zweiten Runde der Europa-League-Qualifikation bei ZSKA Sofia ein herber Rückschlag.

Relegationssieger SKN St. Pölten zog hingegen souverän in die zweite Runde des ÖFB-Cups ein. Nur vier Tage nach der endgültigen Entscheidung des ständigen neutralen Schiedsgerichts, dass die Niederösterreicher auch in der kommenden Saison in der Bundesliga spielen dürfen, setzte sich St. Pölten beim Kärntner Landesligisten Maria Saal ungefährdet mit 6:0 (2:0) durch.

St. Pölten tat sich dabei nur in der Anfangsphase schwer. Für die Führung in der 38. Minute benötigten die Niederösterreicher einen Elfmeter. Neuzugang Rene Gartler verwandelte nach einem Foul am nordkoreanischen Stürmer Pak Kwang-ryong im Ausrutschen. Auch das 2:0 erzielte Gartler, ebenfalls aus einem Elfmeter in der 66. Minute.

Mit einem Doppelschlag machte der Bundesligist schließlich alles klar. In der 74. Minute erhöhte Husein Balic auf 3:0, eine Minute später vollendete Gartler nach Vorarbeit von Pak seinen Hattrick und traf aus kurzer Distanz zum 4:0. Robert Ljubicic erhöhte in der 82. Minute auf 5:0, Balic setzte mit seinem zweiten Tor vier Minuten später den Schlusspunkt zum ungefährdeten Aufstieg der Niederösterreicher.

In Grödig hatte der Regionalligist zunächst die besseren Chancen. In Führung ging aber der Neo-Bundesligist Hartberg. In der 35. Minute traf Dario Tadic nach einer kurz abgespielten Ecke mit einem haltbaren Schuss von außerhalb des Strafraums. Hartberg tat sich im Duell des ehemaligen gegen den aktuellen Bundesliga-Underdog aber auch mit der Führung im Rücken schwer. In der 63. Minute gelang Petrit Nika für Grödig schließlich der Ausgleich.

Hartberg kontrollierte in der Folge zwar weiterhin die Partie, gefährlicher war aber der Außenseiter. So vergab etwa Ex-ÖFB-Teamstürmer Roman Wallner in der 76. Minute eine große Chance auf die Grödiger Führung. Auch in der Verlängerung erspielte sich Hartberg kaum Chancen. Die Führung gelang schließlich aus einem Elfmeter. Nach einem schnell ausgeführten Einwurf wurde Tadic im Strafraum gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Hartberg-Stürmer in der 102. Minute sicher selbst. Nach einer Ecke markierte Thomas Rotter per Kopf in der 118. Minute den 3:1-Endstand.

Der LASK brauchte für den ersten Treffer bei Regionalliga-Mitte-Aufsteiger Hertha Wels dagegen nur knapp eine Viertelstunde. Neuzugang Yusuf Otubanjo traf in der 13. Minute nach Vorarbeit von Joao Victor im zweiten Versuch aus kurzer Distanz zur Linzer Führung. Die gleiche Koproduktion brachte den Linzern in der 31. Minute das 2:0. Nach der Pause revanchierte sich Otubanjo und assistierte Victor in der 69. Minute zum 3:0 für den LASK. Damit glückte den Linzern die Generalprobe für die Europacup-Rückkehr am kommenden Donnerstag in der zweiten Europa-League-Qualifikationsrunde gegen Lilleström.

Mattersburg traf in Allerheiligen ebenfalls früh und ging bereits nach sechs Minuten in Führung. Marko Kvasina drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. In der 24. Minute gelang den Gastgebern aus der Regionalliga Mitte durch einen nicht unhaltbaren Schuss von Petar Zubar der Ausgleich. Noch vor der Pause brachte Cesar Ortiz Mattersburg nach einem Eckball von Andreas Gruber neuerlich in Führung (31.). Die Burgenländer hielten die Partie in der Steiermark aber lange Zeit spannend, erst in der 91. Minute setzte abermals Kvasina per Kopf den Schlusspunkt.

Wenig Mühe hatte Zweitligist Kapfenberg bei Reichenau, Tiroler Aufsteiger in die Regionalliga West. Bereits zur Pause führten die Steirer mit 3:1, am Ende gewann Kapfenberg mit 5:3.

(APA)

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