Quelle: ZAMG

HSV steigt erstmals ab - Dortmund in Champions League

12.05.2018 - 21:22
Wütende HSV-Fans sorgten für eine Spielunterbrechung© APA (dpa)Wütende HSV-Fans sorgten für eine Spielunterbrechung

Der Hamburger SV ist erstmals seit der Gründung der deutschen Fußball-Bundesliga 1963 aus der höchsten Spielklasse abgestiegen. Die Norddeutschen gewannen zwar am Samstag daheim gegen Mönchengladbach 2:1, wurden aber Vorletzter, weil Wolfsburg gegen Köln ein Heim-4:1 gelang und sich in die Relegation rettete. Damit gibt es keinen Verein mehr, der durchgehend in Deutschlands Top-Liga vertreten ist.

Dramatischer als der Abstiegskampf verlief das Rennen um die Champions-League-Plätze. Hoffenheim sicherte sich dank eines 3:1 vor eigenem Publikum gegen Dortmund aufgrund der besseren Tordifferenz Rang drei vor dem BVB. Nur drei Treffer hinter dem Club von Peter Stöger beendete Leverkusen die Saison nach einem Heim-3:2 gegen Hannover als Fünfter und muss daher mit der Europa League vorlieb nehmen.

In der Europa-League-Qualifikation steht RB Leipzig durch einen 6:2-Auswärtserfolg gegen Hertha BSC. Meister FC Bayern kassierte im letzten Meisterschaftsmatch unter Trainer Jupp Heynckes ohne den verletzten David Alaba eine überraschende 1:4-Heimniederlage gegen den Siebenten VfB Stuttgart, der international spielt, wenn die Münchner gegen Frankfurt den DFB-Pokal holen. Guido Burgstaller erzielte das Tor zu Schalkes 1:0-Heimsieg über Eintracht Frankfurt, in Mainz traf Florian Kainz für Werder Bremen zum 1:1 und bereitete das 2:1-Siegestor der Hanseaten vor.

Im Fernduell gegen den Abstieg ging Wolfsburg schon nach wenigen Sekunden durch Joshua Guilavogui in Führung, dem Schlusslicht aus Köln gelang durch ein sehenswertes Tor von Jonas Hector (32.) der Ausgleich. Nach der Pause machten Divock Origi (54.), Robin Knoche (71.) und Josip Brekalo (90.) für den VfL, der nun in der Relegation auf Holstein Kiel trifft, alles klar.

Dadurch war der Hamburger Heimsieg über Gladbach nach Treffern von Aaron Hunt (11.) und Lewis Holtby (63.) beziehungsweise Josip Drmic (28.) wertlos. Kurz vor Schluss feuerten HSV-Fans viele Leuchtraketen ab, weshalb die Polizei aufmarschieren musste. Erst mit rund 20-minütiger Verspätung konnte Schiedsrichter Felix Brych die Partie beenden.

In Sinsheim stellte Hoffenheim nach einem Patzer von Dortmund-Goalie Roman Bürki auf 1:0 (26.), Marco Reus sorgte für den Ausgleich (58.). Die Tore von Adam Szalai (63.) und Pavel Kaderabek (73.) hievten die TSG noch an die dritte Stelle und ließen die Gäste im wohl letzten Match unter Stöger bis zum Schluss um die Champions League zittern.

Ein 5:0 von Leverkusen gegen Hannover hätte nämlich für den BVB Endrang fünf bedeutet. Die Werkself, bei der Julian Baumgartlinger in der 23. Minute verletzungsbedingt ausgetauscht wurde, führte lange 3:0, vergab durch Wendell einen Elfmeter und bekam einen zunächst zugesprochenen Strafstoß nach Videostudium aberkannt. In der Nachspielzeit gelangen Niclas Füllkrug und Martin Harnik die Ehrentore, die Bayers Champions-League-Hoffnungen endgültig zunichtemachten.

Zwei Punkte hinter Leverkusen beendete Leipzig die Saison nach einem 6:2 in Berlin gegen Hertha als Sechster, was die Position von Coach Ralph Hasenhüttl wieder stärken dürfte. Bei den Siegern fehlte der verletzte Marcel Sabitzer, Konrad Laimer spielte durch, Stefan Ilsanker wurde in der 76. Minute eingewechselt. Hertha trat ohne den verletzten Valentino Lazaro an.

Freiburg entging der Relegation mit einem 2:0-Heimsieg über den FC Augsburg, bei dem Martin Hinteregger und Kevin Danso durchspielten und Michael Gregoritsch wegen einer Adduktorenblessur fehlte. Auch Alaba musste beim überraschenden 1:4 der Bayern gegen Stuttgart passen. Der ÖFB-Star laboriert wieder an Rücken- und Oberschenkelproblemen, könnte aber bis zum DFB-Pokalfinale in einer Woche gegen Frankfurt fit werden.

Die Eintracht verlor bei Vizemeister Schalke mit 0:1, weil Burgstaller in der 26. Minute nach einer Freistoßflanke einen Kopfball versenkte. Der Kärntner beendete die Liga-Saison dadurch mit elf Toren. Kainz gelang in Mainz in der 23. Minute sein dritter Meisterschaftstreffer für Werder, außerdem bereitete der Steirer das entscheidende 2:1 durch Theodor Gebre Selassie vor. Kainz wurde in der 85. Minute für Zlatko Junuzovic ausgewechselt, der seinen letzten Einsatz für die Bremer absolvierte.

(APA)

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