Quelle: ZAMG

Wacker fixierte Bundesliga-Aufstieg und Erste-Liga-Titel

11.05.2018 - 22:58
Wacker spielte zuletzt von 2010 bis 2014 vier Saisonen erstklassig© APA (Leodolter/Archiv)Wacker spielte zuletzt von 2010 bis 2014 vier Saisonen erstklassig

Der FC Wacker Innsbruck spielt in der kommenden Saison wieder in der obersten Spielklasse des österreichischen Fußballs. Die Innsbrucker setzten sich am Freitag in der 33. Erste-Liga-Runde gegen den Tabellendritten SV Ried 3:1 (1:0) durch. Das reichte, um den Bundesliga-Aufstieg und dank des Remis des Zweiten Hartberg gegen Blau-Weiß Linz auch den Meistertitel endgültig zu fixieren.

Wacker spielte zuletzt von 2010 bis 2014 vier Saisonen erstklassig, davor war man auch schon von 2004 bis 2008 Teil der Bundesliga. Der Verein war 2002 als Nachfolger des FC Tirol gegründet worden, der als amtierender Meister im selben Jahr in ein Konkursverfahren geschlittert war.

Die Heimischen gingen im Tivoli-Stadion in der 17. Minute nach einer Standardsituation in Führung. Dominik Baumgartner beförderte den Ball aus kurzer Distanz per Kopf ins Netz. Die Gäste aus Oberösterreich hatten danach optische Vorteile, waren aber nach vorne gegen die starke Wacker-Defensive nicht zwingend. Über Konter blieb Innsbruck gefährlich.

In der zweiten Hälfte änderte sich das Bild nicht wesentlich. Ried bemühte sich um geordnete Angriffe, Wacker tat nicht mehr als notwendig, hatte aber die besseren Chancen. Das zweite Tor entsprang einer an sich nicht sonderlich gefährlichen Situation: Stefan Rakowitz (63.) traf nach einem hohen Ball von Albert Vallci volley aus extrem spitzen Winkel, wobei Ried-Torhüter Thomas Gebauer keine glückliche Figur machte.

Der Treffer von Ilkay Durmus (86.) war nicht mehr als Ergebniskosmetik, zumal Goalgetter Zlatko Dedic (89.) im Konter mit einem Lupfer den 3:1-Endstand herstellte. Ried (57 Punkte) verpasste die Gelegenheit, mit einem Sieg an Hartberg (59) vorbeizuziehen. Die Oststeirer hatten zuvor zu Hause gegen Blau-Weiß Linz nur ein 2:2-Remis erreicht. Innsbruck hält drei Runden vor Schluss bei 70 Zählern.

"Für mich persönlich ist es ein Riesenerfolg. Ich muss mich aber bei meinem ganzen Team bedanken. Ohne die geht es einfach nicht. Die Spieler haben super mitgezogen. Wir wissen, dass es sehr schwierig war. Wir haben so richtig adaptiert an die Liga. Wir haben nach fünf, sechs Runden im Herbst unseren Spielstil geändert. Wir haben versucht, über schnelles Umschaltspiel zu Toren zu kommen", sagte Wacker-Trainer Karl Daxbacher.

"Tirol ist ein Sportland, das sich durch seine Vielfältigkeit auszeichnet. Ein Team in der höchsten Fußball-Spielklasse gehört für mich dazu, das wurde nach vier Jahren wieder erreicht", teilte Tirols Landeshauptmann Günther Platter mit. "Ich gratuliere allen Spielern zu dieser herausragenden Leistung und freue mich, dem Verein in der kommenden Bundesligasaison die Daumen drücken zu dürfen."

Zuvor kehrte der TSV Hartberg nach der Niederlage gegen Liefering nicht auf die Siegerstraße zurück. Am Freitag gab es lediglich ein 2:2-Remis gegen Blau-Weiß Linz. Wiener Neustadt gewann gegen Kapfenberg vor eigenem Publikum 2:1. Der Tabellenletzte FAC bezwang Liefering 3:2, Austria Lustenau und Wattens trennten sich 2:2.

Hartberg führte zur Pause durch Tore von Roko Mislov (17.) und Dario Tadic (43.) mit 2:0. Nach dem Seitenwechsel wurde die Mannschaft des scheidenden Trainers Christian Ilzer nachlässig, gelang erst Tobias Pellegrini (59.) der Anschlusstreffer, ehe Gabriel Lüchinger (82.) den Ausgleich erzielte. Fünf Minuten später vergab Lüchinger nach einem unwiderstehlichen Solo sogar den möglichen Sieg.

Die Hartberger (59 Punkte) stehen bei drei noch ausständigen Runden weiter auf dem zweiten Platz, der zum Aufstieg berechtigt. Nur zwei Punkte dahinter liegt Wiener Neustadt auf Platz vier. Ob Hartberg im Falle der sportlichen Qualifikation für die Bundesliga tatsächlich dort antreten darf, ist noch nicht klar. Der Antrag der Oststeirer auf eine Bundesliga-Lizenz war in der ersten Instanz abgelehnt worden, daraufhin wurde Protest eingelegt. Die Entscheidung diesbezüglich steht aus.

Sollte die Bundesliga nach einer weiteren Prüfung bei ihrem abschlägigen Urteil bleiben und Hartberg am Ende unter den Top drei sein, wird es nicht zur Relegation zwischen dem Letzten der Bundesliga und dem Erste-Liga-Dritten kommen. Der SKN St. Pölten würde in diesem Fall auch in der kommenden Saison in der Bundesliga spielen.

(APA)

Home
Politik
Chronik
Wirtschaft
Sport
Kultur
Society
Life
Reise
Motor
Hightech