Quelle: ZAMG

Klare Siege für Salzburg und Rapid

22.04.2018 - 18:49
Die Salzburger zeigten eine souveräne Leistung© APADie Salzburger zeigten eine souveräne Leistung

Red Bull Salzburg hat die Generalprobe für das Halbfinal-Hinspiel der Europa League am Donnerstag bei Olympique Marseille erfolgreich gestaltet. Die Salzburger setzten sich am Sonntag in der Fußball-Bundesliga zu Hause gegen Altach ungefährdet mit 3:1 durch. Auch Rapid feierte einen klaren Heimsieg mit 4:1 gegen die Admira und liegt nur noch fünf Punkte hinter dem Zweitplatzierten Sturm Graz.

Die Tore für Salzburg erzielten Jerome Onguene (7.), Hannes Wolf (47.) und Andreas Ulmer (96.), Marco Meilinger (60.) erzielte den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer für den SCR Altach. Im eigenen Stadion ist Salzburg bereits 38 Pflichtspiele ungeschlagen, 26 davon in der Liga. Der Vorsprung des Tabellenführers auf den ersten Verfolger Sturm Graz wuchs fünf Runden vor Schluss auf elf Zähler an. Auch der von der Wiener Austria gehaltene Bundesliga-Punkterekord ist für die Bullen weiter möglich. Altach sitzt nach der vierten Niederlage in den vergangenen fünf Partien dagegen auf Platz acht fest.

Salzburg-Trainer Marco Rose rotierte im Hinblick auf Marseille erneut kräftig. Im Vergleich zum Cup-Krimi am Mittwoch in Mattersburg (3:0 i.E.) veränderte er seine Startformation an acht Positionen, zum jüngsten Ligasieg bei der Admira (6:2) an deren fünf. Bei Altach kam Andreas Lukse nach fast einem Jahr Verletzungspause (Schulter, Bizeps) zu seinem Comeback. Der frühere Nationaltorhüter wurde Mitte der ersten Hälfte anstelle des angeschlagenen Martin Kobras eingewechselt.

Zu diesem Zeitpunkt stand es vor 6.148 Zuschauern bei sommerlichen Temperaturen bereits 1:0. Onguene hatte sich nach einer Freistoßflanke von Reinhold Yabo im Luftduell mit Philipp Netzer durchgesetzt und traf per Kopf - das dritte Tor des Innenverteidigers im siebenten Ligaeinsatz im Frühjahr. Der in der Anfangsphase auffällige Yabo hatte Kobras davor bereits mit einem Schuss auf das kurze Eck geprüft (5.).

Die Salzburger diktierten das Spielgeschehen, zeigten in ihrem 54. Pflichtspiel der Saison vor der Pause aber auch nicht viel mehr als notwendig, um die Altacher in Schach zu halten. Einen gefühlvollen Heber von Munas Dabbur drehte Kobras über die Latte (22.), ein Schuss von Enock Mwepu ging knapp drüber (26.). Lukse musste erstmals in der 44. Minute gegen Takumi Minamino eingreifen.

Kurz nach Seitenwechsel schlug Wolf zu. Der 19-Jährige nutzte einen missglückten Rückpass von Andreas Lienhart und umkurvte Lukse - sein dritter Saisontreffer gegen seinen Lieblingsgegner aus Vorarlberg. Der eingewechselte Hwang Hee-chan hatte Chancen auf Salzburgs drittes Tor, vergab aber von Netzer gestört (58.) sowie unbedrängt per Kopf (73.).

Bei Altach kam nach dem Anschlusstreffer durch Meilinger noch einmal Hoffnung auf. Der Ex-Salzburger traf nach Flanke von Lienhart per Direktabnahme und unter leichter Mithilfe von Salzburg-Keeper Alexander Walke. Der Kapitän, statt Cup-Held Cican Stankovic ins Tor zurückgekehrt, war in seinem 150. Ligaspiel für die Bullen sonst kaum geprüft.

Dabbur scheiterte aus guter Position an Lukse (74.), Wolf schoss knapp daneben (82.). Bei einem von Oum Gouet abgelenkten Hwang-Schuss war Lukse auf dem Posten (92.), einem Fernschuss von Ulmer aus 25 Metern musste er sich dann aber doch noch geschlagen geben. Für Salzburg war es der siebente Sieg in Folge gegen Altach. Die Bullen sind gegen die Vorarlberger mittlerweile zehn Partien ungeschlagen.

Rapid hat das Cup-Aus offensichtlich gut verdaut und am Sonntag zum Abschluss der 31. Runde einen 4:1-Heimerfolg über die Admira gefeiert. Ein Doppelpack von Thomas Murg (39., 45.+1), der erste Profi-Treffer von Manuel Thurnwald (62.) sowie Stefan Schwab (79.) bescherten Grün-Weiß den fünften Ligasieg en suite. Damit hat man einen Europacupplatz sicher.

Mit nunmehr 55 Punkten verdrängte die Elf von Goran Djuricin nicht nur wieder den LASK (54) von Rang drei, sondern kam auch dem Zweiten Sturm Graz bis auf 5 Zähler nahe. Weil die Austria (6.) und Mattersburg (7.) 39 Punkte am Konto haben, ist man in den letzten fünf Runden nicht mehr aus den Top-Fünf zu verdrängen und kann deshalb für Europa planen. Die Admira, die durch Marco Hausjell nur Ergebniskosmetik betrieb (81.), erlitt die zweite Niederlage in Folge und kommt von Platz fünf nicht weg. Gut für die kleinen Europacuphoffnungen der Austria, die sieben Punkte Rückstand auf die Südstädter hat.

Rapid, im Vergleich zum glücklosen Cup-Halbfinalmarathon gegen Sturm Graz an zwei Positionen verändert (Thurnwald für Stephan Auer, Giorgi Kvilitaia für Philipp Schobesberger), versuchte vor 18.600 Zuschauern von Beginn an, der Favoritenrolle gerecht zu werden. Das gelang durchaus gut, auch wenn der erste Treffer vorerst auf sich warten ließ. Admira-Goalie Andreas Leitner war gegen Andreas Schwab (7.) ebenso zur Stelle wie gegen Kvilitaia (28.), Louis Schaub per Kopf (7.) und Murg (20.) verpassten das Ziel.

Die Admira, die ihre beste Möglichkeit durch eine Doppelchance von Patrick Schmidt und Maximilian Sax hatte (Richard Strebinger hielt, 9.), schien zur Halbstundenfrist besser im Spiel, wurde genau dann aber kalt erwischt. Just im Konter fingen sich die Südstädter zwei Gegentreffer durch Murg ein. Erst tanzte er nach Vorlage Schwabs Markus Wostry aus und schoss aus wenigen Metern ein. Kurz vor der Pause verwertete er dann einen Schaub-Assist mit einem trockenen Flachschuss.

Mit der 2:0-Führung im Rücken ließen sich die Hütteldorfer nach Seitenwechsel die Butter nicht mehr vom Brot nehmen, sondern bauten das Ergebnis aus. Zwar rettete Leitner mit einer tollen Fußabwehr gegen Kvilitaia (50.), gut zehn Minuten später war er bei einem abgefälschten Weitschuss Thurnwalds aber ohne Chance. In der Rapidviertelstunde machte Schwab nach einem (ungerechtfertigten) Eckball des eingewechselten Steffen Hofmann per Kopf das 4:0. Kurz danach gab der 18-jährige Hausjell bei seinem zweiten Bundesligator eine weitere Talentprobe - allerdings aus abseitsverdächtiger Position.

(APA)

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