Quelle: ZAMG

Salzburg-Verfolger schwächeln weiter, Admira überholte Rapid

17.02.2018 - 20:51
Punkteteilung in Wien-Hütteldorf© APA (Punz)Punkteteilung in Wien-Hütteldorf

Keinen Sieger hat das Topduell der 23. Runde in der Fußball-Bundesliga gebracht. Rapid Wien und Sturm Graz trennten sich am Samstag 1:1, was für die Wiener den Rückfall auf Platz vier in der Tabelle bedeutete, da die Admira beim WAC klar mit 3:1 gewann und an ihnen vorbeizog. Mattersburg verschärfte durch einen 2:1-Heimsieg gegen die Austria die Krise der Violetten.

Punktegleich mit Rapid ist der fünftplatzierte LASK, der gegen Altach zu einem ungefährdeten 2:0-Heimerfolg kam. Die Runde wird am Sonntag mit dem Duell des Ersten gegen den Letzten abgeschlossen. Mit einem Sieg gegen St. Pölten kann Salzburg den Vorsprung auf Sturm bereits auf sieben Punkte ausbauen.

Rapid und Sturm Graz sind nach dem 1:1 am Samstag auch nach drei Frühjahrsrunden weiter sieglos. Den einen Punkt rettete Rapid erst im Finish durch ein Tor von Boli Bolingoli (88.). Thorsten Röcher hatte Sturm in der ersten Hälfte vor 20.200 Zuschauern in Führung gebracht (20.). Lange hatte es nach dem ersten Sieg für die Grazer unter Neo-Trainer Heiko Vogel ausgesehen. Am Ende wurde es der erste Zähler. Rapid ist mittlerweile fünf Heimspiele sieglos, in den vergangenen acht Bundesliga-Runden gelang nur ein voller Erfolg.

Vor dem Spiel wurde des am Freitag verstorbenen Bundesliga-Präsidenten Hans Rinner gedacht. Es gab Applaus von den Rängen. Die 1.500 mitgereisten Sturm-Fans waren in Schwarz gekleidet, vor ihrem Sektor prangte ein Transparent mit "Ruhe in Frieden Hans Rinner" als Schriftzug. Beide Teams traten mit Trauerflor an.

Die Admira ist neuer Dritter in der Fußball-Bundesliga. Die Südstädter gewannen am Samstag gegen einen überforderten Wolfsberger AC mit 3:1 und schoben sich in der Tabelle an Rapid vorbei. Für die Mannschaft von Trainer Ernst Baumeister war es nach dem Sieg gegen die Hütteldorfer der zweite Erfolg nacheinander. Wolfsberg hat den neunten Platz gepachtet.

Die Niederösterreicher schlugen mit der ersten und der letzten Aktion der ersten Hälfte zu. Sasa Kalajdzic ließ in der 4. Minute nach Jakolis-Vorlage per Kopf im Strafraum noch WAC-Verteidiger Thomas Zündel aussteigen und schoss mit links überlegt ein. Marin Jakolis selbst erhöhte dann kurz vor dem Halbzeitpfiff mit einem Volley nach einer Flanke von Lukas Grozurek. Die Kärntner nahmen die zweite Hälfte wesentlich besser in Angriff, nach dem 3:0 durch Stephan Zwierschitz (87.) sorgte Dever Orgill (90.+3) aber lediglich für Ergebniskosmetik.

Der WAC tat sich nach dem ersten Gegentreffer im Kalenderjahr 2018 schwer, ins Spiel zu kommen. Die Admira attackierte früh und zwang die Hausherren im Aufbau immer wieder zu Fehlern. Das Umschaltspiel funktionierte bei den Gästen nur vereinzelt. Wenn es klappte, wurde es aber gefährlich. Grozurek zog in der 20. Minute nach einem dieser schnellen Gegenstöße aus der Distanz ab, Alexander Kofler ging mit einer Faustabwehr auf Nummer sicher.

Die Krise der Wiener Austria verschärfte sich am Samstag weiter. Das Team von Thorsten Fink unterlag Mattersburg 1:2. Smail Prevljak avancierte mit seinem Doppelpack zum Matchwinner (3., 88.). Für die Wiener traf Lucas Venuto zum zwischenzeitlichen Ausgleich (38.). Damit überholten die Burgenländer die Wiener und sind mit 30 Punkten neuer Sechster. Die Wiener liegen drei Punkte dahinter.

Bei beiden Mannschaften setzte sich zunächst die Entwicklung der letzten Runden fort. Auf der einen Seite agierte Mattersburg mit dem Selbstvertrauen von zuletzt drei Siegen bzw. fünf Partien ohne Niederlage. Die Gastgeber pressten verunsicherte Wiener an und hatten damit schnell Erfolg. Die Austria hingegen wirkte hinten anfällig und vorne wie so oft ideenlos.

Der LASK gewann auch das dritte Frühjahrsspiel. Der Aufsteiger setzte sich in der Paschinger TGW-Arena gegen Altach verdient mit 2:0 durch und holte damit nach dem 2:1 gegen St. Pölten und dem 3:1 bei der Wiener Austria das Maximum von neun Punkten in den bisherigen Spielen 2018. Ein Europacupplatz ist dadurch zum Greifen nahe.

Die Linzer sind zwar weiter Fünfter, zogen nach Punkten aber mit dem auf Rang vier zurückgerutschten Rekordmeister Rapid (je 36) gleich. Der neue Dritte Admira hat nur einen Zähler mehr auf dem Konto. Die Top-Vier-Teams der Liga sind nächstes Jahr fix im Europacup vertreten, sollte der Meister auch Cupsieger werden, würde auch Rang fünf reichen.

Vor 3.893 Zuschauern trafen bei starkem Schneefall Gernot Trauner (51.) und Mergim Berisha (90.). Das Duo sorgte für den vierten LASK-Sieg aus den jüngsten fünf Spielen, die allesamt ohne Niederlage endeten. Die aufgrund von acht Ausfällen stark ersatzgeschwächt angetretenen Vorarlberger sind dagegen mittlerweile vier Partien sieglos. 2018 gab es nach dem 0:1 gegen Salzburg und dem 0:0 beim WAC noch keinen Torerfolg.

(APA)

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