Quelle: ZAMG

Glückliches Sturm feierte Last-Minute-1:0 gegen den LASK

25.11.2017 - 20:33
Charalampos Lykogiannis traf in der Nachspielzeit zum 1:0© APACharalampos Lykogiannis traf in der Nachspielzeit zum 1:0

Mit einem 1:0-Sieg hat sich Sturm Graz am Samstag nach dem 0:5 gegen Salzburg zurückgemeldet. Vor eigenem Publikum brauchten die Steirer allerdings viel Glück und einen Treffer von Charalampos Lykogiannis in der 93. Minute, um zumindest bis Sonntag einen Punkt vor Salzburg wieder die Tabellenführung zu übernehmen. Die Admira zwang Mattersburg 2:0 in die Knie, Altach fertigte St. Pölten 3:0 ab.

In Graz muss sich LASK angesichts einer höchst dominanten Vorstellung bis zur Pause und mehreren vergebenen Großchancen an der eigenen Nase fassen. Höhepunkt war ein verschossener Elfer von Peter Michorl, der an Siebenhandl scheiterte (41.). Die Elf von Oliver Glasner ist weiterhin Fünfter, kann aber am Sonntag von der Austria überholt werden.

Die Oberösterreicher agierten gegen die scheinbar noch vom 0:5 geschockten Gastgeber von Beginn an mit viel Aggressivität und Spritzigkeit und boten vor dem Seitenwechsel Einbahnstraßenfußball. Dass es zur Pause 0:0 stand, grenzte an ein kleines Wunder und war nicht zuletzt Sturm-Goalie Siebenhandl zu verdanken. Der ÖFB-Teamspieler griff in der 15. Minute bei einem Schuss von Thomas Goiginger aus spitzem Winkel erstmals entscheidend ins Geschehen ein und brachte die Linzer noch einige weitere Male zur Verzweiflung.

Nach gut einer halben Stunde vereitelte Siebenhandl nach einem perfekten Pass in die Spitze innerhalb von wenigen Sekunden gar eine Doppelchance: Erst störte er Mergim Berisha entscheidend, dann klärte er gegen Goiginger, und dazwischen blockte Dario Maresic den Schuss von Berisha ab. Nur eine Minute davor hatte Siebenhandl allerdings auch Glück, als Goigingers Weitschuss von der Latte zurückprallte (30.).

Mit der Parade des etwas unpräzisen Michorl-Elfmeters wurde Siebenhandl endgültig zum Mann des Spiels, zuvor hatte Christian Schoissengeyr den LASK-Brasilianer Bruno zu Fall gebracht. Die Gäste waren spielerisch top, aber höchst ineffizient - das hatte sich schon kurz davor bei einem Kopfball des völlig freistehenden Bruno gezeigt, der das Spielgerät aus drei Metern tatsächlich neben das Tor setzte (40.).

Mit Wiederbeginn meldete sich auch Sturm zurück. Die "Blackys" zeigten Offensivbemühungen, brachten trotz klarem Vorteil in Sachen Ballbesitz im letzten Drittel aber keine bedrohlichen Aktionen zuwege. Erst im Finish sorgten Kopfbälle Philipp Zulechners (80., 83.) für Gefahr, quasi mit der letzten Aktion gelang Lykogiannis infolge eines schlecht geklärten Eckballs aus wenigen Metern der Siegestreffer.

In der Südstadt festigte die Admira den vierten Platz. Die Südstädter setzten sich in der BSFZ-Arena vor nur 1.650 Zuschauern gegen den Vorletzten SV Mattersburg 2:0 durch und entfernten sich um fünf Punkte vom Fünften LASK. Für die Truppe von Coach Ernst Baumeister war es die dritte Partie ohne Niederlage in Folge, die jüngsten beiden Spiele wurden gewonnen.

Lukas Grozurek (67.) und Christoph Knasmüllner (78.) sorgten für die Entscheidung. In der Defensive konnten sich die Hausherren auf einen starken Tormann Andreas Leitner verlassen. Nach dem 3:2 bei der Austria gab es damit wieder drei Punkte für die Admira, die nur eines der jüngsten zehn Spiele verloren hat. Auch deshalb deutet alles darauf hin, dass Damir-Buric-Nachfolger Baumeister bis Saisonende als Coach fungieren wird. "Ich sehe keinen Grund, warum wir das nicht fortführen sollten. Ich gehe davon aus, dass es bis zum Sommer so weitergehen wird", sagte Admira-Manager Amir Shapourzadeh im Sky-Interview.

Für St. Pölten setzte sich parallel zum Admira-Spiel die Negativserie fort. Das Schlusslicht der Fußball-Bundesliga kassierte gegen den SCR Altach eine 0:3-Niederlage und ist damit saisonübergreifend schon seit 20 Pflichtspielen sieglos. Die Tore für die Vorarlberger erzielten Patrick Salomon (14.), Jan Zwischenbrugger (64.) und Mathias Honsak (76.). Der Rückstand des SKN auf die neuntplatzierten Mattersburger beträgt weiterhin zehn Punkte. Die Altacher wiederum festigten dank ihres ersten Sieges nach zuletzt vier Niederlagen Rang sieben.

(APA)

Home
Politik
Chronik
Wirtschaft
Sport
Kultur
Society
Life
Reise
Motor
Hightech