Quelle: ZAMG

Rapid gewann Cupderby - Salzburg, Sturm im Viertelfinale

25.10.2017 - 22:57
Nächstes Derby geht an Rapid© APA (EXPA)Nächstes Derby geht an Rapid

Rapid ist am Mittwoch mit einem 2:1 im Wiener Derby gegen die Austria ins Viertelfinale des österreichischen Fußball-Cups eingezogen. Ebenfalls in die Runde der letzten acht schafften es Titelverteidiger Red Bull Salzburg durch ein 3:0 beim Regionalligisten Bad Gleichenberg und Bundesliga-Spitzenreiter Sturm Graz durch einen 4:1-Heimsieg über den SCR Altach.

Auch der Viertligist Wimpassing nach einem 1:0 über den WAC und der Regionalliga-Club Austria Klagenfurt durch ein Heim-4:2 über den Erste-Liga-Vertreter Wacker Innsbruck stehen im Viertelfinale, das am 27. und 28. Februar 2018 ausgetragen wird. Die Auslosung erfolgt am 5. November im Rahmen der ORF-Sendung "Sport am Sonntag".

Rapid war am Mittwoch im 324. großen Wiener Derby vor 14.652 Zuschauern im Ernst-Happel-Stadion durch Thomas Murg (41.) in Führung gegangen, Ibrahim Alhassan (51.) sorgte kurz nach der Pause für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Doch die Austria, der neuerlich ein Hands-Elfer versagt blieb, setzte ihre schwarze Serie nach der Länderspielpause mit der vierten Niederlage en suite innerhalb von elf Tagen fort. Die Elf von Thorsten Fink ist nach St. Pölten, WAC, Altach, LASK und Admira der sechste Oberhausclub, der sich vorzeitig aus dem Bewerb verabschiedet hat.

Sturm Graz präsentierte sich auch im ÖFB-Cup-Achtelfinale in bestechender Form. Die Elf von Trainer Franco Foda setzte sich am Mittwochabend in der Merkur Arena gegen den Liga-Rivalen Altach 4:1 (3:1) durch. Für die Entscheidung sorgten Peter Zulj (7./Elfmeter), der zuletzt krank fehlende Deni Alar (20., 43.) und Thorsten Röcher (81.).

Vorarlberger Clubs haben damit in Graz gegen Sturm weiter seit November 1967 (Schwarz-Weiß Bregenz) nicht mehr gewonnen. Bernard Tekpetey (25.) konnte vor 6.478 Zuschauern nur für Altachs Ergebniskosmetik sorgen. Sturm ist damit nach einem Jahr Pause wieder im Viertelfinale vertreten, 2016 war dann gegen Salzburg mit 0:1 das Aus gekommen. Vergangene Saison war schon im Achtelfinale gegen St. Pölten Endstation gewesen.

Während Fußball-Serienchampion Salzburg mit einem 3:0-(1:0)-Erfolg bei Regionalligist Bad Gleichenberg ungefährdet das Viertelfinale des ÖFB-Cups erreichte, wurde der Mittwoch für den Wolfsberger AC zur Blamage. Der Oberhausclub aus Kärnten musste sich bei Viertligist SV Wimpassing mit 0:1 (0:0) geschlagen geben und ermöglichte den Burgenländern die Fortsetzung ihres Cup-Märchens.

Adil Kouskous erzielte gut 20 Minuten vor dem Ende das Goldtor für den aktuellen Dritten der Burgenlandliga, der zuvor schon Blau-Weiß Linz und den FC Stadlau eliminiert hatte. Das Favoritensterben fand seine Fortsetzung: Nur noch vier Bundesligisten stehen im Viertelfinale, das am 27./28. Februar 2018 über die Bühne geht.

Die Sensation in der 1.500-Seelen-Gemeinde an der burgenländisch-niederösterreichischen Landesgrenze ging in Ordnung. Denn der im Vergleich zum 2:3 in Altach an drei Positionen veränderte WAC konnte sich gegen den Außenseiter lange kaum gute Chancen erspielen, auch wenn Mihret Topcagic in der 54. Minute an der Latte anklopfte.

Salzburg gab sich hingegen keine Blöße, behielt bei Regionalligist Bad Gleichenberg klar die Oberhand und ist damit schon seit 7. Mai 2013 im Cup ungeschlagen. Reinhold Yabo (45.) bei seinem Comeback nach zwei Monaten, Jerome Onguene (62.) mit seinem ersten Tor für die "Bullen" sowie Marc Rzatkowski (85.) machten einen souveränen Erfolg perfekt, mit dem Salzburg die Chance auf den fünften Cuptitel en suite am Leben erhielt. Für den "Riesentöter" aus der Steiermark , der zuvor den Erste-Liga-Verein Wattens sowie die Admira eliminierte hatte, war hingegen Endstation.

Regionalligist Austria Klagenfurt schaffte ebenfalls den Einzug ins Viertelfinale des ÖFB-Cups. Die Kärntner warfen am Mittwochabend vor eigenem Publikum im Wörthersee-Stadion mit einem 4:2-(1:2)-Sieg den Erste-Liga-Titelkandidaten Wacker Innsbruck aus dem Bewerb und stehen überraschend unter den letzten acht Teams - als zweiter Nicht-Profi-Club neben dem burgenländischen Viertligisten Wimpassing.

Die Innsbrucker steckten den frühen Rückstand durch ein Eigentor von Lukas Hupfauf (5.) weg. Roman Kerschbaum versenkte einen Freistoß im Netz (24.), Zlatko Dedic zeigte bei einem Elfmeter keine Nerven (30.). Die hoch motivierten Hausherren brachen deshalb aber nicht auseinander und schlugen nach dem Seitenwechsel eindrucksvoll zurück. Ausgerechnet der Ex-Innsbrucker Thomas Hirschhofer (55.), Sandro Zakany (72.) und Florian Jaritz (93.) machten den Aufstieg für den Drittliga-Neunten perfekt.

(APA)

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